An der Kletterwand sind die Wuppertaler stark: Das wurde auch bei den Landesmeisterschaften wieder deutlich.

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Im Scheinwerferlicht in luftiger Höhe: Der Nachwuchs-Kletterer Jonas Winter aus Barmen.

Im Scheinwerferlicht in luftiger Höhe: Der Nachwuchs-Kletterer Jonas Winter aus Barmen.

Gerhard Bartsch

Im Scheinwerferlicht in luftiger Höhe: Der Nachwuchs-Kletterer Jonas Winter aus Barmen.

Langerfeld. Jonas Winter zeigt keine Anzeichen von Nervosität. Und das, obwohl er in wenigen Minuten als Finalist in schwindelerregende Höhen klettern wird. "Man muss einfach ruhig bleiben und darf sich nicht so viel Stress machen", sagt er. "Aber natürlich will ich gewinnen."

Am Samstag starteten 66 Teilnehmer in sechs Klassen bei den NRW-Landesmeisterschaften im Schwierigkeitsklettern. Sie hatten sich dafür im Laufe des Jahres qualifizierte. Mit teilweise atemberaubender Grazie und akrobatischen Verrenkungen hangelten sich die Sportler die Kletterwand entlang, die am höchsten Punkt 16 Meter erreicht und bis zu zwölf Meter überhängt. Die zahlreichen Zuschauer quittierten die Leistungen mit viel Applaus, besonders nach schwierigen Passagen.

Vizeweltmeisterin Juliane Wurm wurde ihrer Favoritenrolle gerecht

Unter die Kletterer, die ab 17.30Uhr im Finale standen, hatten es allein sieben aus den Sektionen Wuppertal und Barmen des Deutschen Alpenvereins geschafft. "Die Wuppertaler Kletterer gehören zu den Besten des ganzen Landes", sagte Christian Popier, Geschäftsführer von Wupperwände und Mitorganisator der NRW-Landesmeisterschaft. "Die anderen Vereine haben großen Respekt vor unseren lokalen Klettergruppen."

Die elffache deutsche Meisterin Juliane Wurm von der Sektion Wuppertal, die im vergangenen Jahr den Vizeweltmeistertitel bei der Jugend-WM in Sydney gewinnen konnte, wurde ihrer Favoritenrolle gerecht und entschied das Finale der Damen für sich. Auch der Wuppertaler Jonas Baumann war als Sieger bei den Herren erfolgreich, in der C-Jugend gingen gar die ersten drei Plätze an Kletterer aus dem Tal.

Für Jonas Winter reichte es am Ende leider nicht für den erhofften Sieg. Die Entscheidung fiel jedoch denkbar knapp aus. Nach Punktgleichheit mit seinem Konkurrenten Jan Nauber von der Sektion Beckum unterlag er im Stechen. Wirklich schlimm war das aber nicht. "Jan ist mein bester Freund", erklärte der 15-jährige Athlet. "Ich habe ihm den Sieg gewünscht."

Beim Schwierigkeitsklettern verteilen die Schiedsrichter für die zurückgelegte Strecke auf einer Route mit gleichfarbigen Griffen Punkte. Den Teilnehmern muss die Route vor der Begehung unbekannt sein, weshalb sich die Athleten vor ihrem Auftritt in einem Isolationsraum befinden.

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