Die Bezirksvertretung Oberbarmen fühlt sich bei der Entscheidung zur neuen Asphaltmischanlage übergangen. Die Politiker fordern eine Verkehrszählung.

Auf dem Remondis-Gelände am Uhlenbruch soll Asphalt recycelt werden. Das ärgert die Bezirksvertretung Oberbarmen.
Auf dem Remondis-Gelände am Uhlenbruch soll Asphalt recycelt werden. Das ärgert die Bezirksvertretung Oberbarmen.

Auf dem Remondis-Gelände am Uhlenbruch soll Asphalt recycelt werden. Das ärgert die Bezirksvertretung Oberbarmen.

Andreas Fischer

Auf dem Remondis-Gelände am Uhlenbruch soll Asphalt recycelt werden. Das ärgert die Bezirksvertretung Oberbarmen.

Nächstebreck. Lärm, Schmutz und Verkehrschaos? Der Plan, ein Asphaltmischwerk im Uhlenbruch zu errichten, war in der WZ zu lesen - nicht aber der Bezirksvertretung Oberbarmen zur Beratung vorgelegt worden, wie Christel Simon(CDU) reklamiert. "Wir hätten uns gewünscht, rechtzeitiger in den Entscheidungsprozess eingebunden worden zu sein", sagte die Bezirksbürgermeisterin bei der jüngsten Sitzung des Stadtteilgremiums.

Wittener Straße: Geschätzte 300 Lastwagen mehr pro Tag

Das Vorhaben ist bereits genehmigt. Wie berichtet, soll auf dem Gelände der Firma Remondis im Industriegebiet im Uhlenbruch eine Zerlege-Anlage zum Asphalt-Recycling entstehen. Das Entsorgungs-Unternehmen Remondis stellt dafür einen Teil seiner Fläche zu Verfügung, die von der AM-NRW Asphalt-Mischwerk GmbH & Co. KG genutzt werden soll.

Laut Stadtverwaltung wird die Nachbarschaft nicht belästigt

Auf dem etwa 18.000 Quadratmeter großen Areal sollen rund 195 Tonnen Material pro Stunden verarbeitet werden: "Das Ganze läuft vollautomatisch", sagt Detlev Daniel vom städtischen Ressort Immissionsschutz und betrieblicher Umweltschutz, der die Bezirksvertretung Oberbarmen jetzt über die Pläne unterrichtete. Der Betrieb erfolge unter strengen Auflagen, eine Lärmprognose sei erstellt worden, ebenso seien die Auswirkungen auf Luft untersucht worden. Fazit der Stadtverwaltung: "Es gibt keine Belästigung der Nachbarschaft."

Die Oberbarmer Stadtteilpolitiker bezweifeln das. Sie verweisen auf die zu erwartenden rund 300 Lastwagen-Ladungen täglich, die Asphaltstücke aus Abbrucharbeiten nach Nächstebreck bringen, wo sie für den Straßenbau aufbereitet werden. Die BV befürchtet ein Verkehrschaos auf der Wittener Straße und fordert von der Verwaltung nun eine "qualifizierte Aussage" darüber, wie sie mit der Verkehrssituation umgehen werden und verlangt eine Verkehrszählung.