Bezirksjugendräte bei der Tafel.

Jaqueline, Verena, Halima, Horst Preuß (Ehrenamtlicher Mitarbeiter), Shielan und Soumaya (v.l.) helfen bei der Tafel.
Jaqueline, Verena, Halima, Horst Preuß (Ehrenamtlicher Mitarbeiter), Shielan und Soumaya (v.l.) helfen bei der Tafel.

Jaqueline, Verena, Halima, Horst Preuß (Ehrenamtlicher Mitarbeiter), Shielan und Soumaya (v.l.) helfen bei der Tafel.

Gerhard Bartsch

Jaqueline, Verena, Halima, Horst Preuß (Ehrenamtlicher Mitarbeiter), Shielan und Soumaya (v.l.) helfen bei der Tafel.

Oberbarmen. Normalerweise sitzen sie am Sonntag zu Hause. Schlafen lange, machen eventuell einiges für die Schule und setzen sich an den Tisch, wenn die Eltern zum Mittagessen rufen. An diesem Sonntag allerdings steht das Mittagessen nicht einfach so auf dem Tisch.

Heute sind die Jugendräte aus dem Bezirk Oberbarmen nicht zu Hause, sondern helfen bei der Wuppertaler Tafel, das Mittagessen zu verteilen. "Wir wollten auch Projekte betreuen, die nicht nur mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben," sagt Shielan Osman. "Ich glaube, keiner von uns konnte sich vorstellen, was uns hier erwartet," sagt die 17-jährige und ergänzt: "Zu Hause ist immer alles da, da gibt es diese Sorgen nicht."

Sie und die anderen vier Helfer werden vorab in der Küche in den Räumen am Kleinen Werth eingewiesen und bekommen ein großes Lob vom ersten Vorsitzenden der Tafel, Wolfgang Nielsen: "Es ist wichtig, dass sich auch junge Leute wie ihr für soziale Projekte engagieren. Vor allem, weil die Tafel einen immer größeren Zulauf bekommt."

450 Mittagessen werden an manchen Tagen ausgegeben. Sonntags und am Monatsende, wenn es Geld gibt, sind es meist weniger. Für die Bezirskugendräte und ihre Betreuerin Verena Marke ist das eine völlig neue Erfahrung: "Man sieht doch, dass man auch selbst etwas verändern kann, wenn man sich ein bisschen engagiert," sagt die kleine Gruppe auf dem Weg zur Küche.

Vor der Tür warten währenddessen schon die ersten Hungrigen. Die Mädchen bereiten in der Zeit die letzten Kleinigkeiten vor. Ein ungewohnter Anblick für die Gäste der Tafel: "So junge Leute sieht man hier selten helfen," sagt der ein oder andere, während er in der Schlange wartet.

Auch die anderen ehrenamtlichen Helfer freuen sich über Unterstützung: "Ich würde mich auch freuen wenn meine Enkelkinder mitkommen und hin und wieder helfen würden," sagt eine ältere Dame. Und die Helfer selbst? Die wussten anfangs gar nicht, wie sie sich das alles vorstellen sollen, sind sich aber nach den ersten Gästen einig: "Es macht richtig Spaß, zu helfen."

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