Der Verein SKJ hilft Menschen in einem Stadtteil mit vielen Problemen.

Marko Golub koordiniert die Hilfsaktionen, Treffen und Beratungen im Stadtteil Wichlinghausen.
Marko Golub koordiniert die Hilfsaktionen, Treffen und Beratungen im Stadtteil Wichlinghausen.

Marko Golub koordiniert die Hilfsaktionen, Treffen und Beratungen im Stadtteil Wichlinghausen.

privat

Marko Golub koordiniert die Hilfsaktionen, Treffen und Beratungen im Stadtteil Wichlinghausen.

Wichlinghausen. Trotz massiver Kürzungen in diesem Jahr wird der Stadtteil-Service in Wichlinghausen seine Arbeit, die vom Stadtteil gut angenommen wird, fortsetzen. Statt bisher 20 werden künftig 14 Mitarbeiter dazu beitragen, dass Familien und Alleinstehende, alte und junge Menschen ihren Stadtteil als einen liebens- und lebenswerten Wohnort erleben.

Viele Menschen haben keine Chancen und sind niedergeschlagen

Aufgaben im Umfeld, wie etwa Quartiersbegehungen, oder in der Unterstützung der sozialen Infrastruktur, beispielsweise Transporte für ortsansässige Einrichtungen oder Hilfe bei lokalen Veranstaltungen, wurden in den beiden vergangenen Jahren ebenso wahrgenommen, wie die Unterstützung von Bedürftigen in Wichlinghausen. „Das ist unser größtes Sorgenkind“, berichtet Koordinator Marko Golub. Gerade im Bereich der 35- bis 55-Jährigen gebe es viele Menschen ohne Perspektive, denen man neuen Lebensmut vermitteln wolle, so Golub weiter. „Viele haben keine Chancen oder Erfolgsaussichten in unserer Gesellschaft und sind niedergeschlagen. Bei uns bekommen sie eine Chance und wollen nach anfänglichen Vorbehalten gar nicht mehr weg“, erzählt Jimmy Adrian, Geschäftsstellenleiter des Vereins Sozialtherapeutische Kinder- und Jugendarbeit (SKJ).

1000 kostenlose warme Mittagessen für Kinder im Jahr 2011

Langzeitarbeitslose, die einen engen Bezug zu Wichlinghausen haben, werden für Aufgaben qualifiziert und unterstützen etwa alte, kranke und behinderte Menschen, erledigen Botengänge und besorgen die Einkäufe. Auch der Stadtteiltreff „Offenes Ohr“ blickt auf ein positives Jahr zurück. So wurden in der „Kinderstube“ etwa 1000 kostenlose warme Mittagessen für Grundschulkinder mit anschließender Hausaufgabenbetreuung ausgegeben. Über 3000 Menschen trafen sich zu den offenen Beratungsstunden. „Hier kann man ungezwungen erzählen, wo der Schuh drückt und sich im Rahmen unterschiedlicher Kulturkreise begegnen. Es fehlt in Wichlinghausen an Begegnung. Viele Menschen leben ohne soziale Kontakte in diesem Stadtteil“, weiß Adrian zu berichten. Dem wolle man entgegen wirken.

Senioren-, Mädchen- oder internationaler Frauentreff gehören ebenso zum Programm wie ein Eltern-Café in vertrauensvoller Runde oder eine Schwangerschaftsinformation für werdende Eltern, unterstützt durch die Winzig-Stiftung. Die soziale Gruppenarbeit des SKJ für schulpflichtige Kinder zwischen sechs und 13 Jahren, die ebenso in der Wichlinghauser Straße angesiedelt ist, soll bei den Kindern Eigenverantwortlichkeit, soziales Handeln, Respekt und Toleranz fördern. „Eine Zukunftsvision ist das ’Wichlinghaus’, das zu einer beliebten Begegnungsstätte werden könnte.“

Der SKJ ist ein gemeinnütziger Trägerverein der Kinder- und Jugendhilfe seit 1982 und Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband. Das Angebot des Vereins reicht von der Betreuung von schulpflichtigen Kindern bis zu Botengängen für Senioren.

Weitere Informationen über die Arbeit des Vereins gibt es unter www.skj.de

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