Die Wuppertaler DJs Alex TC und Alex Kent alias Oral Tunerz wollen der 90er-Jahre-Pop-Diva zu einem Comeback verhelfen.

Im Studio in Oberbarmen: DJ Alex TC und Alex Kent sind die Oral Tunerz – frei übersetzbar mit „Gesangs-Veredler“.
Im Studio in Oberbarmen: DJ Alex TC und Alex Kent sind die Oral Tunerz – frei übersetzbar mit „Gesangs-Veredler“.

Im Studio in Oberbarmen: DJ Alex TC und Alex Kent sind die Oral Tunerz – frei übersetzbar mit „Gesangs-Veredler“.

Uwe Schinkel

Im Studio in Oberbarmen: DJ Alex TC und Alex Kent sind die Oral Tunerz – frei übersetzbar mit „Gesangs-Veredler“.

Wuppertal. Es ist eine Auszeichnung, wenn eine Sängerin einen neuen Song so gut findet, dass sie über ihren Manager ausrichten lässt, dass sie ihn gerne selbst singen möchte. Genau das ist den beiden Wuppertaler Produzenten DJ Alex TC und Alex Kent passiert, die dann in ihrem Studio in Oberbarmen Besuch von Sannie Charlotte Carlson bekamen.

Die ist besser bekannt unter dem Namen Whigfield und sorgte 1994 mit ihrem Song „Saturday Night“ für einen weltbekannten Hit. Nun will sie mit Wuppertaler Hilfe und dem Lied „To Feel Alive“ wieder die Charts erobern (die WZ berichtete). „Wir waren auf der Suche nach einem Label und haben so den Manager von Whigfield kennen gelernt“, sagt DJ Alex. Als sie ihm dann im Sommer letzten Jahres ihre neue Nummer zuschickten, meldete die gebürtige Dänin Interesse an. „Das hat uns sehr gefreut. Es zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind mit dem, was wir tun“, sagt DJ Alex über das bislang größte Projekt der Oral Tunerz, wie er und sein Geschäftspartner sich offiziell nennen.

Der Besuch von Whigfield in Wuppertal im Sommer 2010 dauerte gerade einmal ein paar Stunden. „Sie kam in unser Studio, ging in die Gesangskabine und war kurze Zeit später auch schon fertig“, erinnert sich DJ Alex. Zeit, ihr noch etwas von der Stadt zu zeigen, blieb da nicht. „Sie ist direkt weitergefahren zu einem Pressetermin nach Köln.“

Drei bis vier Wochen Arbeit – nur für den Whigfield-Song

Für die Produzenten blieb jedoch jede Menge Arbeit zurück. Stunden verbrachten sie am Rechner im Halbdunkel ihres Studios, in dem ein Großteil des Platzes von Keyboards und Mischpulten eingenommen wird. „Rechnet man die Zeit zusammen, dann haben wir etwa drei bis vier Wochen nur an diesem Lied gearbeitet“, sagt DJ Alex.

Erst als Whigfield, ihr Manager und die Produzenten zufrieden waren, wurde das Projekt abgeschlossen. „Fertig waren wir schon Ende letzten Jahres. Wir haben uns aber entschlossen, die Single erst jetzt zu veröffentlichen“, erklärt DJ Alex. Seit Anfang Februar steht sie im Online-Geschäft „iTunes“ zum Verkauf, seit einigen Tagen auch auf allen anderen bekannten Seiten. „Wir bekommen fast täglich Rückmeldungen und Anfragen – es läuft wirklich gut.“ Nur auf die Verkaufszahlen müssen die Wuppertaler noch warten, die erfahren sie erst in einem halben Jahr.

In der Zwischenzeit wollen sie nicht untätig bleiben. „Momentan arbeiten wir an einer Pop-Nummer zusammen mit einem schwedischen Sänger. Und auch bei Whigfield wird darüber nachgedacht, ein komplettes Album auf den Markt zu bringen“, sagt DJ Alex. Dann, so lautet der Plan, würden die Wuppertaler einige Songs beisteuern. „Für die Musik lasse ich alles stehen und liegen“, sagt DJ Alex. „Das ist mein Leben. Einen Plan B gibt es nicht.“

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