Wer bei "Flumpy" mitmachen will, braucht viel Geschick und Kondition.

Erst wenn der ballführende Spieler mit mindestens einem Fuß in einem der Ringe steht, gibt's einen Punkt.
Erst wenn der ballführende Spieler mit mindestens einem Fuß in einem der Ringe steht, gibt's einen Punkt.

Erst wenn der ballführende Spieler mit mindestens einem Fuß in einem der Ringe steht, gibt's einen Punkt.

Stefan Fries

Erst wenn der ballführende Spieler mit mindestens einem Fuß in einem der Ringe steht, gibt's einen Punkt.

Wuppertal. Das wäre also schon einmal geklärt: "Flumpy" ist nicht etwa ein neuer Charakter der Fernsehserie Sesamstraße - sondern ein neues Sportspiel, das Sportstudenten der Universität Wuppertal entwickelt haben. Am Dienstag stellten die Entwickler die neue Sportart in der Unihalle offiziell vor.

Dort wird gerannt, gesprungen und gepunktet. Alles dreht sich um einen kleinen roten Flummi. Den passen sich die Spieler gegenseitig zu, während im Hintergrund laute Rockmusik läuft. Die gehört natürlich nicht zwangsläufig zum Spiel, verdeutlicht aber das Wesen von Flumpy: Es ist ungeheuer schnell und actiongeladen.

Entwickler rühmen einzigartige Koordination von Hand und Auge

Das Prinzip des Spiels ist leicht erklärt: Auf einem 15 mal 15 Meter großen Spielfeld, das mit Holzbalken abgegrenzt ist, treten zwei Mannschaften mit jeweils drei Spielern gegeneinander an. Den roten Flummi passen sie untereinander mithilfe eigens dafür angefertigter Kegel - in die Hand genommen werden darf er nicht. Zusätzlich liegen auf dem Spielfeldboden zwei Ringe, die von allen Spielern mit ihren Füßen bewegt werden dürfen. Gepunktet wird, indem der ballführende Spieler mit mindestens einem Fuß in solch einen Ring gelangt.

"Das besondere an dieser Sportart ist die einzigartige Koordination von Hand und Fuß", erklärt Dozent Tim Bindel, der seine Studenten bei der Entwicklung dieser Sportart unterstützt hat. "Das ist gerade am Anfang unglaublich anstrengend." Die verschwitzten Gesichter der Studenten nach der ersten Spielhälfte von gerade einmal fünf Minuten sprechen da Bände.

So ganz freiwillig ist ihnen die Idee mit Flumpy allerdings nicht gekommen. Das Spiel wurde von den Studenten im Rahmen eines Seminars bei Tim Bindel entwickelt und hat sich gegen vier andere Konkurrenten durchgesetzt. "Insgesamt haben wir für die Rohform des Spiels etwa vier Wochen gebraucht", erklärt Sportstudent Luigi Petrillo, einer der fünf Erfinder von Flumpy. Und wo soll die Reise nun hingehen, mit dieser neuen Sportart?

"Das wissen wir noch nicht. Natürlich würden wir uns freuen, wenn wir auch andere Menschen für diese Sportart begeistern könnten." Die erste Hürde jedenfalls hat Flumpy bereits genommen. Ab dem nächsten Semester wird es von der Universität Wuppertal offiziell als Hochschulsportart angeboten. Damit steht es nicht mehr nur den Sportstudenten offen, sondern kann von jedem Interessierten ausgeübt werden, der sich bei der Uni dafür anmeldet.

Beste Voraussetzungen also für Flumpy, um von Wuppertal aus die Welt zu erobern. Wer Interessen an der neuen Sportart hat, kann sich demnächst auf der Webseite der Universität anmelden und weitere Informationen bekommen.

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