Trotz des Special Guests Michael Ammer kam nicht wirklich richtige Party-Stimmung auf.

Wuppertal. Wenn eine Modelnacht in Wuppertal gefeiert wird, lange Limousinen und teure Sportwagen durch die Straßen rollen und jeder, der an diesem Abend auch nur ein bisschen was auf sich hält, eine übergroße dunkle Sonnenbrille trägt - dann kann einer nicht weit sein: Michael Ammer feierte am Samstag seine Party im Butan in Heckinghausen und löste damit bei den Gästen gemischte Gefühle aus.

"Ich kann ehrlich nicht verstehen, was diese ganze Aufregung um seine Person soll", sagt Sonja (21), die den vom Blitzlichtgewitter begleiteten Einzug Ammers in den Club aus den Augenwinkeln mit verfolgt hat. Lange hat der in Darmstadt geborene Partykönig, der vor allem durch seine Promipartys bekannt geworden ist, auf sich warten lassen.

"Ich mag die Leute hier in Wuppertal." 

Michael Ammer

Noch bis ein Uhr feiert er mit Freunden, darunter DJ Cosmo Klein und Ulf von Big Brother, in seiner Suite im Hotel Art Fabrik vor. Es gibt Wodka, Prosecco und jede Menge Eiswürfel- man ist unter sich. "Ich mag die Leute hier in Wuppertal", sagt Ammer. Als die Stretch-Limousine vorfährt, ist es Zeit aufzubrechen. Während seine Freunde die rund 300 Meter bis zum Club in ihren eigenen Autos zurücklegen, verschwindet Ammer mit einer handvoll junger Damen auf dem Rücksitz des Wagens.

Die Fahrt dauert nicht lange. Nach fünf Minuten ist das Vergnügen für die Mädels bereits wieder vorbei, doch der Auftritt von Ammer ist geglückt. Blitzlichtgewitter brandet auf, als er aussteigt. Ein junges Mädchen reibt sich zum Takt der Musik an ihm, die Fotografen bekommen ihre Fotos. Ammer ist zufrieden. Der Weg durch den Club ist nach wenigen Augenblicken vorbei. Ammer verschwindet mit seinem Gefolge in der VIP-Lounge, wo er sich, umringt von jungen Damen und einigen Bewunderern, auf der Couch niederlässt.

"Ich hab’ gar nicht mitbekommen,
dass Michael Ammer schon da ist."

Marc, Butan-Besucher 

Der Bass der Boxen wummert dort oben unerträglich. "Ich habe ehrlich gesagt gar nicht mitbekommen, dass Michael Ammer schon da ist", gibt Marc (19) zu, der im Hof des Clubs eine Pommes isst. Während Ammer in seiner Lounge bleibt, verschwindet DJ Cosmo Klein, der zuvor in der Suite eher still und zurückhaltend war, auf der DJ-Kanzel und macht das, was er am besten kann: Platten auflegen.
Für einen kurzen Moment kommt so etwas wie echte Partystimmung auf. Begeistert applaudieren die Gäste. Die Mädels tanzen wild, und wenn die Fotografen da sind, beginnen manche, sich zu küssen - und das auf sehr eindruckvolle, nicht ganz jugendfreie Weise.

Wirklich begeistert ist Sebastian (24) von dieser Veranstaltung nicht: "Wenn ich ehrlich bin, früher waren solche Events besser besucht. Da konnte man sogar im Hof kaum noch stehen. Heute dagegen sind zwei Hallen komplett leer", erklärt er. Für ihn war es, da ist er sich sicher, die letzte Ammer-Veranstaltung.  

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