Sechs Wuppertaler begleiten den WSV in das Trainingslager in Belek – trotz der sportlichen Krise.

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Die sechs Getreuen in Belek: Oben von links Patrick Diebenbusch, Oliver Schrader, Andreas Povazai und Jens Himmelreich. Unten von links: Stefan Remscheid und Dirk Dahlhaus.

Die sechs Getreuen in Belek: Oben von links Patrick Diebenbusch, Oliver Schrader, Andreas Povazai und Jens Himmelreich. Unten von links: Stefan Remscheid und Dirk Dahlhaus.

Claus Büttner-Wobst

Die sechs Getreuen in Belek: Oben von links Patrick Diebenbusch, Oliver Schrader, Andreas Povazai und Jens Himmelreich. Unten von links: Stefan Remscheid und Dirk Dahlhaus.

Belek. Wenn der WSV heute in Belek sein erstes Testspiel im neuen Fußballjahr bestreitet, dann darf sich die Mannschaft auf die Unterstützung einiger ihrer treuesten Fans verlassen. Sechs Wuppertaler sind ihrem Lieblingsverein ins Wintertrainingslager in die Türkei gefolgt - und das sind immerhin vier mehr als sie der heutige Gegner FSV Frankfurt fern der Heimat aufzuweisen hat.

Neben dem Test gegen den hessischen Zweitligisten ist noch ein Trainingsmatch gegen den Ligakonkurrenten Kickers Emden geplant (siehe Kasten). Doch diese beiden Begegnungen sind nicht der eigentliche Grund, warum Dirk Dahlhaus, Stefan Remscheid, Patrick Diebenbusch, Oliver Schrader, Jens Himmelreich und Andreas Povazai dem WSV auf den Fersen bleiben. Wichtiger für sie ist die Nähe zu den Spielern im Mannschaftshotel oder das Kiebitzen am Trainingsplatz bei den zwei Einheiten pro Tag. Die bieten reichlich Zeit, um über Spieler, Taktik und Trainingsmethoden zu fachsimpeln. Und natürlich über die Frage, die alle Wuppertaler Fußballfans beschäftigt: Schafft der WSV den Klassenerhalt?

"Zum Klassenerhalt fehlt die Klasse."

Dirk Dahlhaus, Pessimist

Zumindest Dirk Dahlhaus glaubt nicht mehr an ein glückliches Saisonende, auch wenn er es seiner Mannschaft wünscht. "Nein, zum Klassenerhalt fehlt die individuelle Klasse." Für Stefan Remscheid, Andreas Povazai und Oliver Schrader ist der Hoffnungsträger dagegen der Trainer: Uwe Fuchs. "Ich bin überzeugt vom Klassenerhalt, weil durch den neuen Trainer wieder der richtige Zug in der Mannschaft ist", sagt Remscheid. Das sieht auch Patrick Diebenbusch so, der glaubt, dass "wieder mehr Disziplin im Team herrscht".

Ein wenig Galgenhumor verbreitet dagegen Jens Himmelreich: "Der WSV packt es, weil es im Vergleich zur Vorrunde nicht schlechter werden kann. Das neue Trainerduo bringt die Mannschaft auf Trab. Es könnte aber kritisch werden, wenn ein Stürmer ausfällt."

"Ich bin überzeugt vom Klassenerhalt."

Stefan Remscheid, Optimist

Der Umgang zwischen Anhang und Spielern ist freundschaftlich und entspannt, denn die Spielregeln für das gemeinsame Leben unter einem Hoteldach sind sowohl den Profikickern als auch den Edelfans bekannt. Die WSV-Anhänger sind schließlich "Wiederholungstäter", von denen fast alle dem WSV auch schon im vergangenen Jahr nach Mallorca gefolgt sind.

Das Trainingslager des WSV-Teams in Belek dauert noch bis zum Sonntag, 18. Januar. In diesem Zeitraum absolviert das Team zwei Testspiele: am Donnerstag gegen Zweitligist FSV Frankfurt und am Samstag gegen das Drittliga-Spitzenteam Kickers Emden.

Der Unterschied: Damals herrschte vor dem Bayern-Spiel rund um den WSV Euphorie und die Fangruppe war größer als in diesem Jahr. Doch nie war die Unterstützung für das Team wertvoller als heute - denn wenn es nichts werden sollte mit dem Klassenerhalt, dann könnte es vorerst die letzte große Winterreise des Wuppertaler SV gewesen sein. Schließlich hat der Flug in den Süden und die Unterbringung in einem Fünf-Sterne-Hotel ihren Preis - für die Mannschaft und die Fans. Doch vorerst hat das halbe Dutzend treuer Wuppertaler erst einmal wieder den Wahrheitsgehalt der beliebtesten Fanhymne unter Beweis gestellt: "You’ll never walk alone".

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