Auftritt: Die Band Winston steht am Samstag als Vorband „New Model Army“ auf der Bühne.

wza_1500x1004_511643.jpeg
Bassist Basti Bauer, Schlagzeuger Thorben Doege und Gitrarrist David Eickmeyer (von links) versprechen: „Wir werden die Leute rocken.“

Bassist Basti Bauer, Schlagzeuger Thorben Doege und Gitrarrist David Eickmeyer (von links) versprechen: „Wir werden die Leute rocken.“

Gerhard Bartsch

Bassist Basti Bauer, Schlagzeuger Thorben Doege und Gitrarrist David Eickmeyer (von links) versprechen: „Wir werden die Leute rocken.“

Wuppertal. Im Proberaum der Wuppertaler Band Winston sieht es aus, wie man sich eine typische Männer-WG vorstellt. Der Boden ist übersät mit Krümeln, in einer Ecke stehen zwei gemütliche Sofas, daneben ein paar leere Bierflaschen. Kein Ort für Schöngeister - doch kurz vor ihrem großen Auftritt am Samstag auf der Waldbühne der Hardt (siehe Kasten) haben die drei Rockmusiker Basti (29), David (29) und Thorben (27) ohnehin besseres zu tun, als sich mit den optischen Qualitäten ihres Probenraumes auseinanderzusetzen. Als Vorband für New Model Army wollen sie den Besuchern ordentlich einheizen.

Zehn Jahre gibt es die Band - bald kommt das erste Album

"Für uns ist der Auftritt echt ein Höhepunkt", sagt Schlagzeuger Thorben Doege begeistert. "Das Konzert ist eine Chance, eine Menge neuer Fans dazu zu gewinnen." Jede Woche proben die drei Jungs mindestens acht Stunden gemeinsam in den Hinterräumen des U-Clubs an der Friedrich-Ebert-Straße. Hinzu kommen noch zahlreiche Stunden, die jeder allein zuhause mit seinem Instrument verbringt.

"Irgendwann vor drei Jahren kam plötzlich eine Phase, in der wir produktiv geworden sind", erklärt Thorben. Seitdem hat die Band, die ganz ohne Agentur arbeitet und jede Tour selbst organisiert, zahlreiche Auftritte gehabt, auf großen Bühnen gespielt und war auch schon im benachbarten Ausland zu Gast. "Musik ist für mich eine der ausdrucksstärksten Kunstformen", erklärt Gitarrist und Sänger David Eickmeier seine Leidenschaft.

Dabei verlief der Start von Winston vor rund zehn Jahren alles andere als einfach. "Als ich David damals kennengelernt habe, habe ich mich sofort in seine Musik verliebt", erklärt Thorben. Danach musste er viel Überzeugungsarbeit leisten, bevor er David schließlich von einer anderen Band abwerben konnte. Trotz einiger Höhen und Tiefen - es sei manchmal ein bisschen wie in einer Ehe, erklärt Thorben - sind die drei Jungs mittlerweile ein Team, das noch Großes vor hat. "Ich habe oft das Gefühl, dass es gerade jetzt erst richtig losgeht", sagt Basti Bauer.

Doch den Erfolg wollen die Jungs von "Winston" nicht um jeden Preis. "Wir sind lieber ehrlich, ohne uns zu verbiegen, als kommerziell erfolgreich zu sein", sagt Thorben. Und so bestehen die Rockmusiker auch auf die Ecken und Kanten ihrer Songs. "Wir haben etwas rotziges, das uns von anderen Bands unterscheidet", erklärt Basti, der mit den anderen beiden Bandmitgliedern gerade am ersten Album arbeitet. Zuvor allerdings wollen sie die Hardt - im Vorprogramm der Kultband New Model Army - aufmischen. "Wir werden die Leute dort richtig rocken", verspricht Thorben Doege.

Wuppertals erstes großes Open-Air-Konzert des Jahres findet morgen Abend ab 19 Uhr auf der Waldbühne Hardt statt. Neben Winston spielt im Vorprogramm von New Model Army auch Sängerin Missin Cat.

Einlass ist ab 17.30 Uhr, Karten gibt es an der Abendkasse

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer