Immer wieder gelingt es Betrügern, Teilnehmer mit falschen Versprechungen zu gewinnen. Die Touren können anstrengend und kostspielig werden.

wza_450x295_775566.jpg
Teilnehmer bei einer Ausflugsfahrt mit dem Bus.

Teilnehmer bei einer Ausflugsfahrt mit dem Bus.

Archiv

Teilnehmer bei einer Ausflugsfahrt mit dem Bus.

Wuppertal. Ein jeder kennt das: Ominöse Gewinnbenachrichtigungen stapeln sich im Briefkasten. "Herzlichen Glückwunsch! Sie haben den Jackpot geknackt", heißt es da. "Wir gratulieren Ihnen zum Gewinn von 1500 Euro!" Polizei und Verbraucherzentrale warnen: Diese angeblichen Gewinnversprechen sind in vielen Fällen eine dreiste Betrügermasche - um vor allem älteren Menschen Geld aus der Tasche zu ziehen.

Gewinnversprechen, Kaffeefahrten und Straßenwerbung als potenzielle Gefahren-Quelle waren die Themen eines Info-Abends unter dem Motto "Sicherheit im Alltag", zu dem Polizei und Verbraucherzentrale Wuppertal kürzlich in die Elberfelder Citykirche eingeladen hatten. Marlene Pfeiffer, Leiterin der Verbraucherzentrale, und Thomas Kittler vom Ressort Kriminalprävention und Opferschutz der Polizei, gaben Hinweise und Tipps, woran man die falschen Gewinnversprechungen erkennt und wie man ihnen am besten entgeht.

"Fahren Sie nicht mit!"

Thomas Kittler, Polizei Wuppertal, hat einen einfachen Tipp gegen betrügerische Kaffeefahrten.

Die einfache Botschaft: vorsichtig sein und die Angebote kritisch hinterfragen. "Ein wichtiges Indiz ist die Anschrift des Absenders", erklärt Pfeiffer. "Wenn es sich um eine Postfach-Adresse handelt, kann man sich fast sicher sein, dass die Gewinnbenachrichtigung falsch ist." Auch eine Auslandsanschrift sei ein deutliches Indiz. Die einfachste Methode, um Kaffeefahrt-Lockangeboten zu entgehen, ist, die Versprechen und Gewinne einfach zu ignorieren. Kittler: "Fahren Sie nicht mit!" Wer es doch tue, werde häufig mit anderen vermeintlichen Gewinnern im Bus zu einem unbekannten Ort gefahren, an dem die Teilnehmer mit Unfreundlichkeiten oder gar Drohungen zur Unterzeichnung von Kaufverträgen gedrängt würden. Kittler rät, in diesem Fall sofort Hilfe zu rufen. "Niemand hat das Recht, Sie festzuhalten."

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer