Die meisten Stimmen am WZ-Mobil in der Barmer Innenstadt sprachen sich für verkaufsoffene Sonntage aus.

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Bischof, Andreas (abi)

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Wuppertal. Beleben verkaufsoffene Sonntage die Innenstädte und helfen damit dem Einzelhandel oder nutzen sie nur den großen Konzernen? Werden dabei die Mitarbeiter ausgenutzt? Ist es richtig, dass die Gewerkschaft Verdi zuletzt für eine Einschränkung der Sonntagsöffnung eingetreten ist? Am WZ-Mobil vor dem Barmer Rathaus waren die meisten für verkaufsoffene Sonntage.

Esther Maijer kritisiert Verdi: „Ich finde das Verhalten sehr rückständig. Warum wird so ein Theater gemacht?“ Krankenschwestern, Polizisten und Gastronomieangestellte müssten auch arbeiten. „In allen anderen EU-Städten kann man auch sonntags einkaufen. Außerdem kann man sich dann auf zwei freie Tage in der Woche freuen.“

Carsten Dölz sieht das genauso: „Ich verstehe die ganze Aufregung nicht. In anderen Branchen wird auch am Wochenende gearbeitet.“

Die zusätzliche Einkaufsmöglichkeit sieht auch Manfred Brebeck positiv: „Wer die ganze Woche arbeitet, sollte auch die Möglichkeit haben, am Wochenende einkaufen zu gehen. Als ich noch gearbeitet habe, war ich froh, wenn ich mal sonntags mit meiner Frau in die Stadt gehen konnte.“

Jörg Funnekötter sagt: „Der verkaufsoffene Sonntag gehört zur freien Marktwirtschaft und zur Konsumentensouveränität. Ich möchte jeden Tag einkaufen können. Jeder Einzelhändler sollte selbst entscheiden können, frei nach dem Motto: Der Tüchtige soll auch belohnt werden.“

Auch Peter Halbach findet den verkaufsoffenen Sonntag gut: „Es geht auf Weihnachten zu und man hat eindeutig weniger Stress, wenn auch die Wochenenden zum Einkaufen zur Verfügung stehen. Das ist ja schon seit vielen Jahren so. Deshalb verstehe ich nicht, warum das immer wieder diskutiert werden muss.“

Anna Lippold freut sich, manchmal mit der Freundin den verkaufsoffenen Sonntag zu nutzen: „Das ist besser ohne Männer. In der Weihnachtszeit kann man das auch mit einem Bummel über den Weihnachtsmarkt verbinden. Außerdem bedeutet das für die Mitarbeiter zusätzliches Geld.“

Ehemann Wolfgang Lippold meint dagegen: „Wir brauchen keinen verkaufsoffenen Sonntag. Aber das, was Verdi macht, ist für mich Wichtigtuerei. Die wollen sich nur profilieren.“

Auch Andre Schönenberg schätzt verkaufsoffene Sonntage: „Ich würde nichts kaufen, aber trotzdem in die Stadt gehen. Das ist nicht so alltäglich, da kann man sich mal in Ruhe umschauen.“

Für Jasmin Stöckermann ist es dagegen nicht wichtig, ob die Geschäfte sonntags geöffnet sind: „Ich bin sonntags nur ganz selten in der Stadt, sondern meistens zu Hause.“ Sollten die verkaufsoffenen Sonntage eingeschränkt worden, „würde ich nichts vermissen“. Sie denkt an die Verkäuferinnen: „Ich würde sonntags auch nicht gern arbeiten wollen.“

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