Die Wuppertaler Rockband hat im „Beatz und Kekse“ das Video zu ihrem Song „Terror takes shape“ gedreht.

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Sänger Julian Hanebeckfeiert ausgelassen mit den Fans.

Sänger Julian Hanebeckfeiert ausgelassen mit den Fans.

Gerhard Bartsch

Sänger Julian Hanebeckfeiert ausgelassen mit den Fans.

Elberfeld. Wenn an die hundert Menschen in einer kleinen Bar zu einem einzigen Lied einer auftretenden Band immer und immer wieder frenetisch feiern, dann ist das entweder ein sehr guter Song oder aber es sind „Uncle Ho“, die im Luisenviertel ihr neues Video drehen. Der Song „Terror takes shape“ ist ein großartiger Rocksong, bei der die Temperatur im „Beatz und Kekse“ schnell auf gefühlte 50 Grad ansteigt.

Dafür haben die Musiker, die sich 1994 als Schulband gründeten, aber auch schon gute Vorarbeit geliefert: „Wir haben gerade ein Kurzkonzert gegeben“, sagt Gitarrist Thorsten Sala beim Dreh am Freitagabend. Vier Alben haben Uncle Ho veröffentlicht, waren im Vorprogramm von Bands wie den Guano Apes und den H-Blockx zu sehen.

An diesem Abend haben die Musiker geladene Freunde und Bekannte vorab in die richtige Stimmung gebracht. „Wir machen hier im Grunde eine Party und drehen dazu das Video. Mal gucken, was gleich passiert“, sagt Sala.

Vorne darf stehen, wer „so richtig eskalieren möchte“

Doch zunächst wird die Menge sortiert – nach Größe und danach, wer vorne „so richtig eskalieren möchte“. Derweil verteilt sich ein Team mit vier Kameras im Raum. Und dann geht es los: Die Band stellt sich auf, es wird eingezählt und der Song dröhnt laut aus den Boxen über den tanzenden, springenden Menschen. Bier wird durch die Menge gespritzt, zwei wagemutige Fans springen von der Theke aus in den Raum, werden von der Masse mit hochgereckten Händen aufgefangen – Crowdsurfing funktioniert auch in kleinen Räumen.

Der Song endet, frenetischer Applaus erklingt. Nach nur wenigen Augenblicken geht es wieder los. Der gleiche Song, doch etwas andere Anweisungen: In dem ruhigen Teil des Liedes sollen sich die Fans hinsetzen, dann voller Begeisterung aufspringen.

Umbau im „Beatz und Kekse“ für Bühne, Scheinwerfer und Fans

Eine Kamera an einem langen Stock wird in kreisenden Bewegungen über die vielen Köpfe geschwungen. Als die Menge wieder aufspringt, hüft auch der Kameramann mit. Mittendrin Frank Stausberg, Mitinhaber des Beatz und Kekse, der sich sehr geehrt fühlt, dass Uncle Ho seine Bar als Set gewählt haben. „Ich bin total begeistert. Ich kenne die Jungs aber auch schon länger.“ Da nimmt er gerne die Umbaumaßnahmen in Kauf, um einer Bühne, jeder Menge Scheinwerfer und einer feiernden Menge Platz zu schaffen. Immerhin war für die Band klar: „Das ist der tollste Laden in Wuppertal.“

Mehrer Male wird die Szene wiederholt. Wann das fertige Video zu „Terror takes shape“ erscheint, steht noch nicht fest. Wenn es nach Sala geht, „hoffentlich sehr bald“.

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