Bei der Umweltmesse in der Unihalle gab es gründliche Beratung – und wenig Publikum.

Und was ist mit Sonnenenergie? Ingrid und Günter Röhre lassen sich am Stand der Firma Söhn von Uwe Plätzer zu Solar-Anlagen beraten.
Und was ist mit Sonnenenergie? Ingrid und Günter Röhre lassen sich am Stand der Firma Söhn von Uwe Plätzer zu Solar-Anlagen beraten.

Und was ist mit Sonnenenergie? Ingrid und Günter Röhre lassen sich am Stand der Firma Söhn von Uwe Plätzer zu Solar-Anlagen beraten.

Uwe Schinkel

Und was ist mit Sonnenenergie? Ingrid und Günter Röhre lassen sich am Stand der Firma Söhn von Uwe Plätzer zu Solar-Anlagen beraten.

Elberfeld. Die Bundesregierung hat entschieden: Hausbesitzer sollen künftig kräftig investieren, um ihre Häuser umweltfreundlich zu machen. Angesichts tausender Altbauten in Wuppertal kommt eine Umweltmesse mit Schwerpunkt Gebäudesanierung da gerade recht - oder? Doch offenbar ist die Brisanz des Themas noch nicht bei Wuppertals Hausbesitzern angekommen - jedenfalls zeichnete sich die Umweltmesse am Wochenende in der Unihalle durch überschaubaren Zuspruch aus.

Besucher schätzen die Möglichkeit zur gründlichen Beratung

Immerhin: Wer in die Unihalle gefunden hat, hat sehr konkrete Anliegen - wie Ingrid und Günter Röhre. Das Ehepaar möchte seine veraltete Heizung austauschen lassen. Beide schätzen es nach eigener Aussage, sich bei den Ausstellern in Ruhe umsehen und beraten lassen zu können.

Diese vermittelten den Kunden etwa Wissenswertes zu stromsparenden Zeitschaltuhren oder dem korrekten Lüften der Wohnzimmer. Peter Kasprzik, Wuppertaler Vertriebsleiter der Firma Hydro Chemie, berichtet von einem Verfahren zur "Fassaden-Hydrophobierung". Dabei wird nasses Mauerwerk durch Einspritzung von Kunststoff wasserundurchlässig gemacht.

"Mir ist kein besseres Verfahren bekannt", beteuert Kasprzik. Stefan Bürk von der Verbraucherzentrale schränkt allerdings ein: Zuviel Kunststoff im Mauerwerk könne die Umwelt sogar belasten. Lektion: Was für das eigene Haus richtig ist, lässt sich nur individuell planen. Und was sagen die Aussteller zum Erfolg der Messe? Peter Kasprzik lässt sich da nicht in die Karten schauen. Er verweist lediglich auf gute Gespräche und Kontakte.

In ihrem heftig umstrittenen Energiekonzept wollte die Bundesregierung zunächst eine Pflicht für alle Hausbesitzer verankern, ältere Häuser klimaneutral sanieren zu lassen. Nach heftigen Protesten wurde dies abgeschwächt: Bis 2050 soll es verstärkte finanzielle Anreize für die Häuser-Sanierung geben. Die Kosten dafür sollen Hausbesitzer stärker als bisher auf Mieter umlegen können. Auch eine Abriss-Prämie für nicht sanierungsfähige Gebäude ist geplant.

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