Auch die Ronsdorfer Gesamtschüler boten im Forum Rex großes Theater.

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„Wann ist ein Mann ein Mann?“ – diese Frage ließen die Schüler der Erich-Fried-Gesamtschule mehrere Generationen stellen.

„Wann ist ein Mann ein Mann?“ – diese Frage ließen die Schüler der Erich-Fried-Gesamtschule mehrere Generationen stellen.

Gerhard Bartsch

„Wann ist ein Mann ein Mann?“ – diese Frage ließen die Schüler der Erich-Fried-Gesamtschule mehrere Generationen stellen.

Wuppertal. "Wann ist ein Mann ein Mann?" - diese Frage, von Herbert Grönemeyer publikumswirksam vertont, stellen sich auch die Schüler der Erich-Fried-Gesamtschule. "Männer" heißt das Stück, von Konrad Riggenmann verfasst und von Detlev Vollmann wirkungsvoll inszeniert, das sie beim Jungen Theaterfestival im Rex präsentieren.

Im Kernstück prallen die Gegensätze aufeinander: Der Sohn interessiert sich zum Entsetzen des Vaters anstatt fürs Werkzeug fürs Kochen und für Barbie-Puppen, die Tochter hingegen will Handwerkerin werden. Opa schwärmt von harten Männertugenden im Krieg, Papa will nur herumkommandieren, Mama erledigt klaglos alle Hausarbeit. Dazwischen werden musikalische Kommentare eingeflochten: "Gitte" mit ihrem Schlager "Ich will ’nen Cowboy als Mann" in hervorragender Interpretation, der Grönemeyer-Song mit urkomischen Bildern als Untermalung und eine Szene, in der die Machtverhältnisse zwischen den Geschlechtern umgedreht wird - allerdings nicht in der Familie, sondern am Filmset.

Das Festival-Fazit: guter Besuch und professionelle Schüler

Richtig spannend jedoch wird es, wenn die Schüler im Publikum herumfragen: "Wer macht bei Ihnen den Haushalt?", "Haben Sie mit Puppen gespielt?" Der wirklich eindringliche und runde Theaterabend wird anschließend allerdings durch eine viertelstündige gegenseitige Danksagungs-Orgie kaputt gemacht.

Auch die anderen Aufführungen des gut einwöchigen Festivals erwiesen sich als qualitativ hochwertig. "Es ist erstaunlich, wie professionell die Schüler auf dieser großen Bühne spielen", freut sich Rex-Chefin Martina Steimer. Offenbar ließen sich viele Schüler von dem anspruchsvollen Ambiente beflügeln. Trotz bis zu fünf Aufführungen an einem Tag und entsprechend vieler Auf- und Abbauten klappte der Ablauf reibungslos.

Das Konzept, alle Veranstaltungen an einem Ort zu vereinen, war ein voller Erfolg. Der Besuch war gut und es gab auch einige Stammgäste. Für Rex-Chefen Martina Steimer steht deshalb fest: "Das machen wir nächstes Jahr wieder."

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