Im Im Rex zeigen Hauptschüler lebensnahe Szenen.

„Abschied und Neubeginn“ setzten Elberfelder Hauptschüler in eine Szenen-Collage um.
„Abschied und Neubeginn“ setzten Elberfelder Hauptschüler in eine Szenen-Collage um.

„Abschied und Neubeginn“ setzten Elberfelder Hauptschüler in eine Szenen-Collage um.

Uwe Schinkel

„Abschied und Neubeginn“ setzten Elberfelder Hauptschüler in eine Szenen-Collage um.

Wuppertal. Was sich früher Schultheaterwoche nannte, firmiert jetzt unter Junges Theaterfestival Wuppertal und findet derzeit im Rex statt. Die beiden neunten Klassen der Hauptschule Elberfeld-Mitte eroberten hier am Donnerstagnachmittag die Bühne im großen Saal, um ihre schöne Interpretation von "Abschied und Neubeginn" zu erzählen.

Ein Jahr Arbeit steckt in dem Stück

Ein Jahr lang hatten die Schüler mit Theaterpädagogin Brit Sommerfeld zusammengearbeitet, um einzelne Szenen zu entwickeln. Der nur durch den thematischen Oberbegriff lose verbundene Reigen begann mit einer typischen Assoziation, nämlich dem Hauptbahnhof. In Fotos festgehalten, wurden ankommende und abfahrende Züge gezeigt. Dazu wurden Durchsagen eingespielt und ein Stimmgewirr mit für solche Situationen beispielhafte Satzfetzen wie "Wann kommt sie denn an?" angestimmt. Abgerundet wurde dieser Abschiedsmoment durch ein vom Chor gesungenes "Bye, bye Love".

Neben weiteren für die Welt eines Neuntklässlers relevanten Momenten wie der Übergabe des Abschlusszeugnisses, dem Auszug von Zuhause oder dem Abschiednehmen bei Trennungen gab es auch überaus persönliche Momente. Inspiriert von einer Ausstellung, in der Koffer für die letzte Reise gepackt wurden, haben sich einige Schüler auch einen solchen Koffer gepackt.

Wie wichtig Familie als festes Bündnis ist, kam vermittels eines mit Fotos und persönlichen Utensilien gespickten Koffers bei einem Kosovo-Flüchtling ebenso zum Ausdruck, wie religiöse Verbundenheit und moderne Ambitionen: Eine junge Türkin packte als wichtigste Accessoires Parfum für den guten Duft und eine Korankette für den Glauben ein.

Das Junge Theaterfestival endet am Sonntag, 21. Juni, mit einer Adaption von Schillers "Räubern" des Gymnasiums Bayreuther Straße. Einschließlich dieses Finales stehen noch vier Aufführungen am Samstag und Sonntag auf dem Plan.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer