Die Gruppe Lampenfieber zeigt eine humoristische Zeitreise in die 1970er Jahre.

wza_1500x1004_773971.jpeg
Die Deko stimmt: Gekonnt traf die Gruppe Lampenfieber bei der Premiere von „IrrWeGe“ den optischen Charme der 1970er Jahre.

Die Deko stimmt: Gekonnt traf die Gruppe Lampenfieber bei der Premiere von „IrrWeGe“ den optischen Charme der 1970er Jahre.

Gerhard Bartsch

Die Deko stimmt: Gekonnt traf die Gruppe Lampenfieber bei der Premiere von „IrrWeGe“ den optischen Charme der 1970er Jahre.

Wuppertal. Nahezu jeder Ex-Student weiß: Das quasi natürliche Refugium des jungen Wissens-Aneigners ist die Wohngemeinschaft, kurz WG. Ebenso bekannt: Das Leben in solchen kann manchmal recht turbulent verlaufen. Dementsprechend hat die Theatergruppe Lampenfieber des CVJM Oberbarmen mit ihrer neuen Produktion "IrrWeGe" gleichsam die Mutter aller Chaos-WGs auf die Bühne gebracht.

Als zwei neue Frauen in die WG einziehen, geht der Trubel los

Die Geschichte ist schnell erzählt: Hardy und Martin, zwei grundverschiedene, aber unzertrennliche Freunde, wohnen gemeinsam in einer WG. Hardy, gespielt von Jan Platz, arbeitet eigentlich als Texter für eine Werbeagentur - und sein größter Erfolg war der Slogan für einen nach Vanille duftenden Klostein: "Und klappst du hoch die Brille, riecht es nach Vanille." Weil aber sonst nicht viel gelingt, verliert Hardy seinen Job und gleich dazu noch seine Freundin. Die beiden Single-Männer machen sich daraufhin auf die Suche nach einer neuen Mitbewohnerin.

Für die Pointen gibt es viel Applaus aus dem Publikum

Die schüchterne Caroline und die flippige Luzy wirbeln die WG gründlich durcheinander und stürzen die beiden Ur-Bewohner in einen wahren Reigen aus Missverständnissen und Pannen.

Die Darsteller zeigten sich am Samstag absolut textsicher und boten eine ordentliche schauspielerische Leistung. Besonders klasse: René Nagel, der in seiner Rolle als schweigsamer WG-Dauergast Uwe vor allem durch sein Mienenspiel zu überzeugen wusste. Insgesamt zündeten auch die Pointen, und das Publikum honorierte die Gags mit viel Applaus.

Besonderes großes Lob verdiente sich die Theatergruppe Lampenfieber für das Bühnenbild, die Kostüme und die Auswahl an Requisiten. Der Charme der 70er Jahre ist perfekt getroffen - schon als sich der Vorhang das erste Mal hebt, gibt es einen Extraapplaus für die mit viel Liebe eingerichtete Bühnen-WG. Dazu verstärken eingespielte Songs das Gefühl der Zeit.

Wer wissen möchte, ob es für die chaotische Wohngemeinschaft ein Happy End gibt, der kann sich die "IrrWeGe" der Theatergruppe Lampenfieber an den beiden kommenden Wochenenden, jeweils freitags und samstags ab 19.30Uhr, ansehen. Die Komödie wird im Saal des CVJM Oberbarmen in der Sonntagstraße 22-24 aufgeführt.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer