Der Achtjährige wünschte sich einen Tag bei der Feuerwehr. Die WZ hat ihm diesen Wunsch erfüllt.

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Brandmeister Udo Fochler vom Düsseldorfer Flughafen mit dem achtjährigen Maximilian Röllinghoff und Mutter Mareike im 1000 PS starken „Panther“.

Brandmeister Udo Fochler vom Düsseldorfer Flughafen mit dem achtjährigen Maximilian Röllinghoff und Mutter Mareike im 1000 PS starken „Panther“.

Stefan Arend

Brandmeister Udo Fochler vom Düsseldorfer Flughafen mit dem achtjährigen Maximilian Röllinghoff und Mutter Mareike im 1000 PS starken „Panther“.

Wuppertal/Düsseldorf. Maximilian mag die Feuerwehr. Sehr sogar. Zig rote Autos im Miniaturformat hat er Zuhause. Und Maximilian liest Zeitung. Morgens am Küchentisch. "Am liebsten natürlich die Kinderseite", sagt Mutter Mareike Röllinghoff. "Aber auch den Sport." Auf die Idee, sich mit seinem Wunsch bei der WZ zu bewerben, ist der Achtjährige selbst gekommen. "Ich habe das gelesen", sagt er. Und Glück gehabt. Am Donnerstag durfte er einen Blick hinter die Kulissen der Düsseldorfer Flughafen-Feuerwehr werfen.

Allerdings muss Maximilian erst durch die Flughafen-Kontrolle. Da bleibt der Achtjährige noch dicht neben Mutter Mareike. Hand in Hand betreten sie schließlich das Gebäude der Feuerwehr. Dann aber ist keine Zeit mehr für Schüchternheit. Wer was erleben will, muss sich trauen. Und Maximilian traut sich. "Cool", flüstert der Achtjährige, als Brandmeister Udo Fochler ihn in die Zentrale führt. "Oh Mann."

Über einen Fernsehbildschirm flackern die Aufzeichnungen vom Gelände. Fochlers Kollege Udo Kreuder am Pult vor einer langen Reihe Knöpfe. "Na, was kann ich für dich tun?", fragt er. "Erklären, wie das hier alles funktioniert." Also erfährt Maximilian, woran Kreuder erkennt, wo es brennt, wie der Brandmeister Alarm auslösen kann oder das Rolltor im Erdgeschoss öffnen. Auch Maximilian darf mal drücken. Auf dem Bildschirm ist zu sehen, wie sich die Türen öffnen. "Toll", findet Maximilian. Kreuder hat der interessierte Zweitklässler, "ich komm jetzt in die Dritte", schon überzeugt. Wer so’n Spaß an der Feuerwehr hat, für den gibt’s auch einen Probealarm. Der Gong ertönt. "Schnell, schnell", drängt jetzt der "andere Udo", "wir müssen zum Einsatz". Der Einsatz beginnt mit einer Anprobe von Jacke und Helm. "Ein bisschen groß", sagt Mutter Mareike lachend, aber auch ein wenig stolz.

20 Meter mit der Drehleiter in die Höhe - Maximilian ist schwindelfrei

Kreuder steuert den Löschzug mit Maximilian auf dem Beifahrersitz auf die Rollbahn, dreht eine kleine Runde. Vor dem Rolltor kommt der Wagen wieder zum Stehen. Fochler zeigt Maximilian, wie er die Feuerwehrspritze bedient. Der große und der kleine Feuerwehrmann arbeiten Hand in Hand. So, geschafft. Das Feuer ist gelöscht - und auch der Fotograf. Was aber nicht heißt, dass Maximilians erster Einsatz schon vorbei ist. Mit der Drehleiter geht’s nach oben. Auf der Höhe der ersten Etage kommt die Leiter ein erstes Mal zum Stehen. Maximilian will den Kollegen auf der anderen Seite des Fensters winken. Für Maximilian noch nicht genug. Die Drehleiter schraubt sich weiter in die Höhe. Die Verantwortlichen am Boden nicken anerkennend, der neue Kollege scheint schwindelfrei: "Das sind jetzt 20 Meter".

Zurück auf dem Boden strahlt Maximilian. Bisher hat er sich zu seinem Berufswunsch nicht geäußert. Bei der letzten Löschübung des Tages im 1000 PS starken "Panther" aber, ist er sich sicher. In einem großen Schwall jagt das Wasser aus einer Düse vom Dach des Wagens über die Rollbahn und Maximilan flüstert mit Blick auf Udo Fochler: "Später möchte ich auch Feuerwehrmann sein."

Am Düsseldorfer Airport sind die Feuerwehrmänner 24 Stunden im Dienst. Sie sind nicht nur verantwortlich für den Gebäudebrandschutz, sondern leisten auch technische Hilfe oder werden bei Gefahrgutunfällen sowie im Umweltschutz tätig und stellen die Rettungssanitäter.

Die Feuerwehrmänner müssen jede erdenkliche Stelle am Flughafen innerhalb von drei Minuten erreichen können. Deshalb verfügt der Flughafen über zwei Feuerwehrwachen auf dem Gelände. Insgesamt sind dort 162 Menschen beschäftigt, die tägliche Wachstärke liegt bei 35 Personen.

Sechs "Panther", sogenannte Großflughafen-Löschfahrzeuge sind am Airport im Einsatz. Sie sind ausgerüstet mit 10 000 Litern Wasser, 1000 Liter Löschschaum und 500 Kilogramm Löschpulver.

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