Im Stadion am Zoo räumen Freiwillige von Hand den Schnee vom Rasen, damit am 20. Februar gespielt werden kann.

Acht Männer im Schnee: Um den Rasen des Stadions am Zoo zu räumen, scheuen die WSV-Fans der 16-Uhr-Schicht keine Mühe.
Acht Männer im Schnee: Um den Rasen des Stadions am Zoo zu räumen, scheuen die WSV-Fans der 16-Uhr-Schicht keine Mühe.

Acht Männer im Schnee: Um den Rasen des Stadions am Zoo zu räumen, scheuen die WSV-Fans der 16-Uhr-Schicht keine Mühe.

Andreas Fischer

Acht Männer im Schnee: Um den Rasen des Stadions am Zoo zu räumen, scheuen die WSV-Fans der 16-Uhr-Schicht keine Mühe.

Wuppertal. Tritt sich fest, ist ein Spruch, der dem schlabbernden Junggesellen vielleicht noch behagt. Aber nicht jeder steht freudig vor den Dingen, die allzu kompakt geworden sind. Geschätzte 20 Zentimeter hoch liegen trotz einiger Tage Tauwetter die Schneemassen auf dem Rasen des Stadions am Zoo, der zwar nur auf schmalen Streifen festgetreten, dafür aber stramm überfroren und entsprechend hart ist.

"Plane drüber."

Bastian Wescher, Vereinsmitglied, für den Fall, dass Neuschnee auf den geräumten Rasen fällt.

Die bereits angegraute Pracht bereitet den Fußballern vom WSV Kopfzerbrechen, denn am 20. Februar steht das Heimspiel gegen den FC Bayern München II an. Ob bis dahin noch mehr Schnee vom Himmel fallen oder Tauwetter einsetzen wird, ist in diesen Tagen nur über den Daumen zu peilen. Klar ist nur: Der gegenwärtige Zustand lässt kein Spiel im Stadion zu.

So rief der WSV Freiwillige zum Schneeschippen. Bereits um 8 Uhr trat gestern eine zweiköpfige Crew zum ersten Spatenstich an. Vereinsmitglied Bastian Wescher hat sich dagegen den Nachmittag vorgenommen und steht pünktlich um 16 Uhr bei der Besprechung mit Kollegen. "Regenerieren" nennen die acht Unerschrockenen das lockere Abstützen auf der Schneeschaufel.

Doch bei der entspannten Haltung bleibt es nicht lange: Etwa ein Achtel des Rasens haben die vorausgegangenen Schichtarbeiter zwar schon freigelegt, aber der Rest des Schneezaubers scheint immer noch erdrückend.

Für den Fall, dass Neuschnee rieselt, hat Wescher schon eine Strategie: "Plane drüber." Mit diesen Worten greift er zur Schippe und fräst sich erneut in die Schneemassen. Seine sieben Mitstreiter tun es ihm gleich und räumen wacker das Kicker-Grün frei.

Vereinen mit gutem Finanzpolster bleiben solche Aktionen erspart, denn ihre Plätze besitzen eine Rasenheizung. Beim WSV ist dagegen Handarbeit gefragt - zumal schweres Gerät zur Rasen-Räumung nicht in Frage kommt.

"Wenn wir den Rasentraktor einsetzen, würde zu viel eingedrückt", erklärt WSV-Sprecher Thorsten Hesse und tritt zum Beweis missmutig auf ein Stück freigelegten Rasen. "Der Frost geht bestimmt sieben oder acht Zentimeter tief. Wenn er taut, drückt da noch genug Wasser nach oben. Lassen wir also die Schneeschicht einfach schmelzen, dann steht man hier knietief im Matsch."

Ob die Aktion zum gewünschten Erfolg führen wird und die Bayern im Stadion am Zoo antreten können, ist unklar. Aber die Räumaktion im zweistündigen Schichtbetrieb und von Hand ist derzeit alles, was das anstehende Spiel noch retten könnte.

Wer mit anpacken möchte, ist herzlich eingeladen. Anmeldung erforderlich in der Geschäftsstelle (Telefon 97462-0, -10 oder -17, info@wuppertalersv.com). Helfer erhalten eine Freikarte fürs Spiel gegen die "kleinen" Bayern.

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