Acht junge Musiker stehen als „Söhne Wuppertals“ vor dem großen Karriere-Start. Von Lampenfieber wollen sie nichts wissen.

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Sie stehen als Wuppertals neueste Nachwuchsband bereit zum großen Sprung: Die Söhne Wuppertals.

Sie stehen als Wuppertals neueste Nachwuchsband bereit zum großen Sprung: Die Söhne Wuppertals.

Uwe Schinkel

Sie stehen als Wuppertals neueste Nachwuchsband bereit zum großen Sprung: Die Söhne Wuppertals.

Wuppertal. Schlabber-Shirt gegen Karohemd, wilder Italo-Rap gegen Trompetenunterricht und Gesangsstunden: Wer auf die beiden Sänger und Musiker Riccardo Camboni und Stefan Grasekamp trifft, der bekommt unmittelbar einen Eindruck davon, was für unterschiedliche Persönlichkeiten und Musikstile bei den "Söhnen Wuppertals" aufeinanderprallen. Doch was anderswo vielleicht in einem heillosen Chaos enden würde, das verbindet sich bei den insgesamt acht Mitgliedern des vor vier Monaten gegründeten Musikprojekts zu einer gelungenen Mischung aus Pop, Rock, Rap und Balladen.

Ihren ersten öffentlichen Auftritt hat die Formation am kommenden Samstag beim Schüler-Rockfestival in der Wuppertaler Uni-Halle. Dort müssen die jungen Musiker, wie alle Mitglieder der rund 25 anderen Schülerbands auch, ihre erste große Bühnen-Feuertaufe überstehen. Rund 4000 jugendliche Zuhörer und Fans werden kritisch jede Note und jede Strophe unter die Lupe nehmen und das entsprechende Feedback geben.

Der Anklang an die Söhne Mannheims ist durchaus gewollt

Doch Grasekamp und Sardog, wie Rapper Riccardo Camboni sich mit Künstlernamen nennt, sind zu sehr Profis, um noch wirklich aufgeregt zu sein. "Ich habe soviel zu tun, ich denke noch gar nicht an den Auftritt", erklärt der 24 Jahre alte Camboni, der seit mehr als zehn Jahren Musik macht und, genauso wie der zwei Jahre jüngere Grasekamp, bereits seine erste Tournee durch Europa hinter sich gebracht hat.

Wie bei vielen anderen Wuppertaler Bands hat auch bei den "Söhnen Wuppertals" der Gründer des Schüler-Rockfestivals Kalle Waldinger seine Hände zumindest ein bisschen mit im Spiel. "Die Idee ist mir gemeinsam mit Freunden gekommen, da haben wir uns gedacht: Wir machen das jetzt einfach mal." Schnell war das Motto des diesjährigen Festivals gefunden: Schülerbands, Superstars und die Söhne Wuppertals. Der Anklang an die berühmten Söhne Mannheims um Xavier Naidoo ist gewollt. "Auf dem Schüler-Rockfestival wollen wir eben immer etwas Neues bieten."

Der Erfolg ist den acht jungen Musikern der "Söhne Wuppertals", die ihre Lieder alle selbst geschrieben haben, jedenfalls jetzt schon sicher. Noch bevor sie am Samstag zum ersten Mal gemeinsam auf der Bühne stehen, haben sie schon Anfragen für weitere Auftritte. Auch das Tonstudio ist bereits gebucht, um die ersten Songs der Band auf CD festzuhalten. "Wir werden einfach mal gucken, wie wir am Samstag ankommen. Danach entscheiden wir, wie es weitergeht", sagt Sänger Grasekamp und hält kurz inne: "Eigentlich bin ich aber sehr zuversichtlich, dass uns der Auftritt gut gelingt."

Zum Schüler-Rockfestival setzen die Wuppertaler Stadtwerke am Samstag Sonderbusse ein. Sie fahren von 14.20 Uhr bis 16.35 Uhr im 15-Minuten-Takt vom Hauptbahnhof, Haltestelle 6, zur Uni-Halle. Dorthin fahren planmäßig die Linien 603, 615 und 645. Nach dem Festival-Ende fahren Sonderwagen zurück zum Bahnhof.

Vor rund vier Monaten wurde das Projekt Söhne Wuppertals von Schüler-Rockfestival-Erfinder Kalle Waldinger und zwei heutigen Bandmitgliedern ins Leben gerufen. Bislang hat die Band, die aus vier Sängern und vier Musikern besteht, drei Lieder geschrieben, die sie Samstag erstmals präsentiert.

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