Während die Eisbären jetzt in ihrem Element sind, bleiben andere Arten lieber im warmen Stall.

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Die sibirischen Tiger sind ohnehin dank genetischer Veranlagung an extreme Kälte gewöhnt – und stellen sich bereitwillig als imposantes Fotomotiv inmitten der weißen Pracht zur Verfügung.

Die sibirischen Tiger sind ohnehin dank genetischer Veranlagung an extreme Kälte gewöhnt – und stellen sich bereitwillig als imposantes Fotomotiv inmitten der weißen Pracht zur Verfügung.

Andreas Fischer

Die sibirischen Tiger sind ohnehin dank genetischer Veranlagung an extreme Kälte gewöhnt – und stellen sich bereitwillig als imposantes Fotomotiv inmitten der weißen Pracht zur Verfügung.

Wuppertal. Genüsslich wälzt sich Lars im Schnee. Seine Partnerin Jerka gesellt sich zu ihm. Gemeinsam kullern sie durch ihr Gehege im Wuppertaler Zoo. Während viele Zootiere bei den winterlichen Temperaturen lieber im Stall bleiben, herrschen für die Eisbären ideale Bedingungen.

"Die blühen jetzt richtig auf", sagt Kurator André Stadler. Und auch das Wolfsrudel, die sibirischen Tiger und die Schneeleoparden genießen bei den Minusgraden ihren Freigang. "Es gibt Arten, die kommen mit diesen Bedingungen gut zurecht, andere wie etwa Flamingos oder die Tapire müssen jetzt aber drinnen bleiben."

Doch auch Tiere, die ursprünglich aus warmen Regionen wie Afrika und Asien kommen, haben ihren Spaß an der weißen Pracht. Mit Wonne tauchen etwa die Brillen-Pinguine, die in freier Wildbahn an den Stränden Südafrikas leben, immer wieder in das eiskaltes Wasser ihres Geheges ein. Doch so schnell wie es reingeht, geht es nicht wieder raus.

Immer wieder rutschen die quirligen Frackträger auf dem eisglatten Felsen ab - erst nach mehreren Versuchen schaffen es alle Tiere auf den rettenden Felsen.

Der Elefantennachwuchs gerät auch schon mal in Schlingern

Mit glatten Flächen haben auch die Elefanten ihre Probleme. Bevor die Dickhäuter überhaupt an die frische Luft dürfen, befreien die Tierpfleger eine kleine Fläche vom Schnee und streuen sie mit Sand. "Das ganze Gehege können wir nicht aufmachen, der Hang ist für die Elefanten zu glatt", erklärt Pfleger Felipe von Gilsa.

Als er Elefantendame Sabie auffordert, den Fuß zu heben, sieht man warum. "Die Sohlen sind jetzt ganz glatt, weil die Tiere zurzeit viel auf Beton laufen." Und so wundert es nicht, das der Elefantennachwuchs auch mal ins Schlingern gerät. Doch die Rutschpartie hält Bongi, Taki und Tamo nicht davon ab, durch den Schnee zu tollen.

Mit ihren Rüsseln stecken sie sich Schnee ins Maul, tasten den eisigen Boden ab. Die älteren Elefanten sind da schon abgeklärter. Vorsichtig, aber routiniert schreiten sie über die Fläche. Unter dem enormen Gewicht der Kühe knirscht der Schnee, als würde gleich eine Lawine losbrechen.

Nach einer guten halben Stunde ist das Vergnügen für die Elefantenherde allerdings vorbei, dann geht es zurück ins wohl temperierte Elefantenhaus. "Die afrikanischen Elfanten haben sehr empfindliche Ohren. do drohen bei der Kälte schon mal Erfrierungen", erklärt der Tierpfleger.

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