Kabarettistischer Jahresrückblick der besonderen Art.

Talfahrt
Jürgen Scheugenpflug fährt talwärts: mit rasiermesserscharfer Satire über Wuppertaler Besonderheiten.

Jürgen Scheugenpflug fährt talwärts: mit rasiermesserscharfer Satire über Wuppertaler Besonderheiten.

Uwe Schinkel

Jürgen Scheugenpflug fährt talwärts: mit rasiermesserscharfer Satire über Wuppertaler Besonderheiten.

Vohwinkel. Das Jahr geht zu Ende, Zeit sich auf eine neue Runde Talfahrt zu begeben. Bereits zum fünften Mal präsentierten Jürgen H. Scheugenpflug, Jens Neutag und Musiker Ulrich Rasch ihren kabarettistischen Jahresrückblick, denn „Wuppertal fehlt es nur am Geld, nicht am Humor“.

Und weil das so ist, betrieben sie wieder einmal ihre satirische Bergische Heimatpflege. Eine aktualisierte Strophe mit Kammmolch und Fledermaus ergänzte gleich zu Beginn das Bergischen Heimatlied. Zur Einstimmung auf die mögliche Sperrung der B 7 wurde das Publikum im vollbesetzten Bürgerbahnhof Vohwinkel mit rotem Flatterband und Signalleuchten umgeben.

Der Kostenerhöhung beim Umbau Döppersberg passte man sich schnell an. „Wir haben unseren Eintrittspreis schon im März kalkuliert und gedeckelt. Sie wissen, was das bedeutet?“ fragte Scheugenpflug, während auf einem Monitor der Preis langsam aber stetig erhöht wurde.

Die Jungs aus dem Tal bekannten, dass Vohwinkler Nächte lang sind, zitierten Oberbürgermeister Peter Jung mit beispielhaften Sätzen wie „Das worüber wir auch immer abgestimmt haben, ist abgelehnt“, und schlugen vor, die Bürger mit einer Patenschaft über acht Meter Schwebebahn oder zwei Quadratmeter Zoo mehr einzubeziehen. Scheugenpflug als männliche Operndiva kam zur Feststellung „Glücklich ist, wer vergisst, dass doch nichts zu deckeln ist.“

www. talfahrt-wuppertal.de

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