Die Shaolin-Kämpfer haben sich mit waghalsiger Akrobatik zurückgemeldet. Sie zeigen, was wahre Körperbeherrschung bedeutet.

Kampfsport
Eine spektakuläre Choreographie und waghalsige Show-Einlagen boten die Shaolin-Mönche am Wochenende in der Uni-Halle.

Eine spektakuläre Choreographie und waghalsige Show-Einlagen boten die Shaolin-Mönche am Wochenende in der Uni-Halle.

Eine spektakuläre Choreographie und waghalsige Show-Einlagen boten die Shaolin-Mönche am Wochenende in der Uni-Halle.

Gerhard Bartsch, Bild 1 von 2

Eine spektakuläre Choreographie und waghalsige Show-Einlagen boten die Shaolin-Mönche am Wochenende in der Uni-Halle.

Wuppertal. Das alte asiatische Kloster ist in mystisches Licht getaucht. Zwei Steindrachen blicken mit roten, fast bedrohlich leuchtenden Augen in die Dunkelheit. Es ist die Ruhe vor dem Sturm. Denn das Kloster befindet sich nicht in Asien, sondern liegt an diesem Sonntagnachmittag mitten in der Wuppertaler Uni-Halle.

Etwa 550 Zuschauer warten gespannt auf die Rückkehr der Shaolin-Mönche, die die beschauliche Klosterlandschaft mit ihrem neuen Programm schnell und mit waghalsigen Einlagen in eine mitreißende Showbühne verwandeln.

Die Aufführung der 16 Kung-Fu-Schüler wird auch im neuen Programm in eine Geschichte eingebettet. Ein Erzähler berichtet zwischen den Auftritten der Mönche von ihrer Geschichte und der Geschichte ihres Klosters. Untermalt wird alles von asiatischen Klängen.

Körper und Geist verschmelzen auf der Bühne zu einer Einheit

Die jungen Männer in ihren blau-gelben Roben demonstrieren eindrucksvoll wie wahre Körperbeherrschung aussehen kann. Scheinbar mühelos setzen sie die Kampfkünste, die buddhistische Lehre vom Chan Buddhismus, der Verschmelzung von Geist und Körper, auf der Bühne um.

Schon vor 1500 Jahren entwickelte der Mönch Bodhi-Dharma die Kampftechnik des Kung Fu, das den Kampfmönchen täglich hartes Training abverlangt.

Aus diesem harten Training schöpfen die Kampfmönche ihre übernatürlichen Kräfte. Dadurch, dass ihr Geist den Körper beherrscht, sind die Mönche in der Lage, dicke Stäbe an Körpern und Köpfen zerbersten zu lassen.

Dem Publikum wird eine drei Millimeter dicke Glasscheibe präsentiert, die wenig später ohne zu zerbrechen von einer feinen Nadel durchbohrt wird – laut Mönchen nur durch die Kraft des Geistes.

Die jüngsten Kämpfer sind erst sechs und sieben Jahre alt

Die Körperbewegungen der Mönche sind aus dem Angriffs-und Verteidigungsverhalten verschiedener Tiere abgeleitet und werden den kurzgeschorenen jungen Männern akrobatisch nachgestellt.

Neben den zelebrierten Kampfszenen beeindruckt der wohl stärkste Akteur mit scheinbar unmenschlicher Körperbeherrschung. Auf messerscharfe Kanten gebettet, legen ihm andere Mönche mehrere große Nägel auf den Bauch. Ein weiterer Kämpfer, der eine Gartensteinplatte trägt, legt sich auf ihn, ehe diese Platte mit einem Vorschlaghammer zerschlagen wird.

Auch nach der Pause überzeugt das Ensemble mit waghalsigen und akrobatischen Einlagen, die die Zuschauer begeistern. Elemente des Hard Qui Gong, Liegestütze auf nur zwei Fingern, Speerspitzen, die sich in die Körper bohren, gehören ebenso zu den Höhepunkten wie die anspruchsvolle Vorstellung der beiden Shaolin Großmeister, die mit ihren Körpern unglaubliche akrobatischste Verrenkungen zeigen.

Im Finale demonstrieren zwei Nachwuchsmönche, mit sechs und sieben Jahren die mit Abstand Jüngsten unter den Kämpfern, ihre Körperbeherrschung und ernten Riesenapplaus für ihren mutigen Auftritt.

Weitere Shows der Shaolin-Mönche finden in den kommenden Wochen in der Region statt. Im Internet gibt es Tickets zu den Shows sowie weitere Informationen zu den Mönchen.

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