Vor Schülern des Gymnasiums Am Kothen demonstrierten Studenten aus Holland, wie wunderbar Physik sein kann.

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Vorsicht Stickstoff – bei dem Experiment waberte die eiskalte Flüssigkeit zum Erstaunen der Schüler über den Boden der Aula.

Vorsicht Stickstoff – bei dem Experiment waberte die eiskalte Flüssigkeit zum Erstaunen der Schüler über den Boden der Aula.

Andreas Fischer

Vorsicht Stickstoff – bei dem Experiment waberte die eiskalte Flüssigkeit zum Erstaunen der Schüler über den Boden der Aula.

Kothen. Mut zum Tiefgefrorenen hatte das Gymnasium Am Kothen und lud dazu einen Teil der Schülerschaft in die Aula. Nur wurden nicht erhitzte Pizza und Pommes serviert, sondern eine naturwissenschaftliche Experimental-Show.

Diese "Freezing Physics" ist eine Darbietung der niederländischen Stichting Rino Foundation, die "scholen over het hele land bezoekt", also durch die Lande tingelt, um mit verblüffenden Experimenten Schüler in physikalische Phänomene einzuweihen und sie so für eine weniger beliebte Naturwissenschaft zu begeistern.

Statt der holländischen Version ihrer gut einstündigen Show lieferten die drei angereisten Studenten von der Universität Leiden eine englischsprachige Darbietung. Dabei mag bei den jungen Zuschauern manches Detail der Erläuterung durch Verständnisschwierigkeiten auf der Strecke geblieben sein, doch erzielte der visuelle Teil durchaus seine Wirkung.

"Echt cool" - Stickstoff mit minus 196 Grad

"Some cool stuff" hätten sie dabei, tönten die Studenten, echt kaltes Zeug, nämlich flüssigen Stickstoff auf seinem Siedepunkt von minus 196 Grad. Das sei doch immerhin noch ein gutes Stück vom absoluten Rekord, minus 273 Grad, entfernt, sagte der Physikstudent und schüttete sein Reagenzglas erst einmal auf dem Boden aus. Dampfend und reibungslos glitt das kalte Etwas auf dem Boden dahin und animierte die Schüler, danach zu greifen. Doch Vorsicht, da kann es Verletzungen geben.

Ein Schüler meldete sich dennoch für ein scheinbar waghalsiges Experiment, bei dem ihm die kalte Flüssigkeit auf die Hand gegossen wurde. Nichts passierte, denn bei der Erwärmung bildet sich sogleich Gas als Schutzschicht. Auf ähnliche Weise könnte man einen Zug nach nur einmaligem Anschieben energiesparend über weite Strecken befördern. Der Haken an der Sache: Bei der erforderlichen Kühlung würde mehr Energie verbraucht, als sich einsparen lässt.

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