Austausch im Ex-Bahnhof: Bei der Worldwide Jellyweek an der Mirke unterhielten sich Birgit Liljestrom, Nadjy Hildebrand von der Bergischen Gartenarche mit Philip Trewer über die alte regionale Gemüsesorte Nelde.
Austausch im Ex-Bahnhof: Bei der Worldwide Jellyweek an der Mirke unterhielten sich Birgit Liljestrom, Nadjy Hildebrand von der Bergischen Gartenarche mit Philip Trewer über die alte regionale Gemüsesorte Nelde.

Austausch im Ex-Bahnhof: Bei der Worldwide Jellyweek an der Mirke unterhielten sich Birgit Liljestrom, Nadjy Hildebrand von der Bergischen Gartenarche mit Philip Trewer über die alte regionale Gemüsesorte Nelde.

Uwe Schinkel

Austausch im Ex-Bahnhof: Bei der Worldwide Jellyweek an der Mirke unterhielten sich Birgit Liljestrom, Nadjy Hildebrand von der Bergischen Gartenarche mit Philip Trewer über die alte regionale Gemüsesorte Nelde.

Mirke. In den einst verlassenen Mirker Bahnhof ist wieder Leben eingezogen. Schon seit Oktober 2011 ist in einem Teil der Räume der erste Coworking Space Wuppertals untergebracht – ein Ort, an dem jeder seinen Arbeitsplatz in der Gemeinschaft einrichten kann. Eine Bewegung von Freiberuflern in den USA habe den heute weltweit erfolgreichen Stein ins Rollen gebracht, sagt Anni Roolf vom Coworking Space.

Bislang wird etwa die Hälfte der 15 Arbeitsplätze genutzt

Die Idee: Anstatt allein zu Hause zu arbeiten, schlossen sich einige Freiberufler zusammen, um in gemeinsamen Arbeitsräumen zu arbeiten. Daraus entstand ein immer breiteres und offeneres Konzept. Roolf: „Heute gibt es weltweit etwa 1200 Coworking Spaces.“ Und so kann sich jeder im Mirker Bahnhof einen Arbeitsplatz mieten. Diese sind dann voll ausgestattet mit Regalen, Drucker, Internet und Telefon. Man bringt seine Arbeit und den Laptop mit – und los geht es.

Bisher sind täglich etwa sieben solcher Arbeitsplätze belegt. Platz gäbe es für bis zu 15 Nutzer. Ein Vorteil: Im Netzwerk der unterschiedlichen Arbeitsfelder können die Nutzer sich gegenseitig unterstützen und auch mal einen Blick über den Tellerrand wagen. Und gerade in Wuppertal wollen die Betreiber verschiedene Initiativen zusammen bringen, die sich gegenseitig in ihrer Arbeit beflügeln könnten. Denn: „Der Coworking Space ist integriert in das Projekt ‚Utopiastadt’“, so Christian Hampe vom Kultur- und Kreativprojekt clownfish.

„Wir wollen so zivilgesellschaftliche Projekte fördern“, sagt Hampe. Das kreative Potenzial für neue gesellschaftliche Ideen soll so vorangetrieben werden. In diesem Sinne war auch die in der letzten Woche veranstaltete „Jelly Week“ konzipiert. Weltweit wurden die Coworking Spaces aktiv, um ihre eigene Arbeit voranzubringen. Im Mirker Bahnhof waren dazu verschiedene Initiativen eingeladen, die ihre Vorschläge und Ideen vorstellten und vernetzten. Besprochen wurden dabei Projekte wie Tauschringe für nachhaltigen Konsum, der Bürgerhaushalt oder gemeinschaftliches Gärtnern an der Trasse.

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