Unternehmer Bernd Hellwig aus Langerfeld stellt das Eisenbahn-Schmuckstück zur Verfügung.

Gut angekommen: Der Größenvergleich mit einer Modell-Lok der Spur 0 in Erkrath zeigt, welche Ausmaße die von Bernd Hellwig gespendete Lok hat. Experten schätzen, dass sie eine fünfstellige Summe wert ist.
Gut angekommen: Der Größenvergleich mit einer Modell-Lok der Spur 0 in Erkrath zeigt, welche Ausmaße die von Bernd Hellwig gespendete Lok hat. Experten schätzen, dass sie eine fünfstellige Summe wert ist.

Gut angekommen: Der Größenvergleich mit einer Modell-Lok der Spur 0 in Erkrath zeigt, welche Ausmaße die von Bernd Hellwig gespendete Lok hat. Experten schätzen, dass sie eine fünfstellige Summe wert ist.

Dirk Thomé

Gut angekommen: Der Größenvergleich mit einer Modell-Lok der Spur 0 in Erkrath zeigt, welche Ausmaße die von Bernd Hellwig gespendete Lok hat. Experten schätzen, dass sie eine fünfstellige Summe wert ist.

Wuppertal. Riesenfreude im Eisenbahn- und Heimatmuseum Erkrath-Hochdahl: Dem Verein ist es gelungen, an ein ebenso seltenes wie wertvolles Schmuckstück aus England zu kommen. Die 1959 von der Firma Davidof gebaute Dampflokomotive ist etwa 500 Kilogramm schwer und stammt aus dem Besitz der Langerfelder Möbel-Unternehmers Bernd Hellwig. Er hat die Rarität dem Museumsverein als Spende zur Verfügung gestellt.

Zum Abtransport aus Langerfeld war ein Acht-Mann-Team erforderlich

"Dafür sind wir alle sehr dankbar", erklärt Udo Kampschulte, 1.Vorsitzender des Vereins, im Gespräch mit der WZ. Als großzügig erwies sich die Spende aus Langerfeld im wahrsten Sinne des Wortes: Zum Abtransport der Lok im Maßstab 1:8 mit einer Spurweite von 184Millimetern war ein Acht-Mann-Team erforderlich, das mit viel Muskelkraft, Geschick und großer Vorsicht arbeiten musste.

Wie ihr Vorbild lässt sich die Lok - vermutlich aus der Baureihe A3 - der London North East Railroad mit Kohle befeuern. "Der Verein wird versuchen, sie wieder betriebsfähig zu machen und dann Mitfahrgelegenheiten auf dem Museumsgelände anzubieten", heißt es aus Erkrath. Zu diesem Zweck habe man bereits Kontakte zu "Echtdampf-Freunden" in England und Deutschland geknüpft und mit Recherchen begonnen.

Die Lok selbst hat trotz ihres Gewichts eine bewegte Geschichte hinter sich: Nach Information des Museumsvereins stand das Modell lange Jahre in der Hauptverwaltung der früheren Modelleisenbahnfirma Trix, bevor sie in Bernd Hellwigs Besitz kam - und nun den Weg nach Erkrath fand. Dort freut man sich umso mehr, weil offensichtlich auch das Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen an der Rarität aus Langerfeld interessiert war.

Mit der Spende würdigt der Möbel-Unternehmer nicht zuletzt das große ehrenamtliche Engagement, mit dem die Erkrather seit vielen Jahren arbeiten. Gegenüber der WZ spricht Kampschulte von einem "neuen Highlight" des Museums. Zu dessen Einweihung - voraussichtlich im Sommer - werde man auch den Spender auf das Gelände einladen. Wie berichtet, zieht sich Hellwig mangels Nachfolger aus dem Möbelgeschäft am Standort in Langerfeld zurück und will sich nach eigenem Bekunden danach zur Ruhe setzen.

Der Museumsverein in Erkrath ist Mitglied des Bergischen Rings und damit regelmäßig auch Ziel von Ausflugs-Touren rund um Wuppertal.

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