Lilay Huser (2.v.re.) spielt mit Jugendlichen die Mina.
Lilay Huser (2.v.re.) spielt mit Jugendlichen die Mina.

Lilay Huser (2.v.re.) spielt mit Jugendlichen die Mina.

Gerhard Bartsch

Lilay Huser (2.v.re.) spielt mit Jugendlichen die Mina.

Wuppertal. "Schlagen, saufen, waschen, schimpfen, spulen, brüllen". Das Leben der Mina Knallenfalls ist turbulent. Jedenfalls aus Sicht der Jugendlichen. Mit jungen Leuten mit Migrationshintergrund hat das Wupper Theater das Leben des Wupprtaler Originals unter der Regie von Heike Beutel als Musical inszeniert. Geprägt ist es stark von Tanzszenen: "Die Tätigkeiten sind das wichtigste", sagt Beutel. "Das Leben treibt Mina." Also klopfen die Jugendlichen im Takt auf den Boden, werfen mit Wäschestücken, tanzen Tango und Hopser. Dazu schildern professionelle Schauspielerinnen das Leben von Mina Knallenfalls, gespielt von Lilay Huser. Sie verkörpert Mina als fröhliche Frau, die nicht unterzukriegen ist, schäkert und tanzt durchs Stück.

Marcia Golgowsky fungiert als Erzählerin und kommentiert das Geschehen durch Lieder. Das Solinger SpinaTheater liefert in eindrucksvollen Einlagen den Kontrast: die gewalttätige Umgebung Minas. Jugendliche stehen sich drohend gegenüber, eine Ohrfeige löst die nächste aus. Eine gekonnt-poetische Umsetzung mit viel Engagement, die heute und morgen, jeweils 19 Uhr, noch im Solinger SpinaTheater, Merscheider Busch 7, zu sehen ist. tah

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