Elf Wuppertaler tauschten am Freitag Bürostuhl gegen Mikrofon – für den guten Zweck.

Am Ende standen alle Sänger noch einmal gemeinsam auf der Bühne.
Am Ende standen alle Sänger noch einmal gemeinsam auf der Bühne.

Am Ende standen alle Sänger noch einmal gemeinsam auf der Bühne.

Andreas Fischer

Am Ende standen alle Sänger noch einmal gemeinsam auf der Bühne.

Wuppertal. Im hautengen, knallroten Paillettenkleid und mit schwarzen Lederstiefeln stand Franziska Abeler am Freitagabend auf der Bühne und performte, als hätte sie nie etwas anderes gemacht. Zu "Ich glotz TV” von Nina Hagen rockte sie über die Bühne und stand dem Original in nichts nach. Das Publikum im Rex-Theater war begeistert und feierte sie und ihre überzeugenden "Kreischeinlagen” frenetisch.

Schwer zu glauben, dass Abeler im wahren Leben eine Werbeagentur leitet. Dennoch stellte sie sich mit elf anderen Führungskräften aus Wuppertal wie Andreas Kletzander (Arge), Jan Koemmet und Alexandra Rosenbohm (Agentur Koemmet), Nina und Juan Camoeiras Yanez (Beatz und Kekse) und den huswup-Allstars um Anja Deters (Regionalleiterin der WZ in Wuppertal) der Herausforderung vor ausverkauftem Haus aufzutreten.

Unter dem Motto "hart und schmutzig oder weich und putzig” nahmen sie an einem Gesangswettbewerb der anderen Art teil und sammelten nebenbei Geld für den guten Zweck. Alle Einnahmen des Abends gingen an den Förderverein Wuppertaler Schulmittagessen e.V.. Nach jedem Auftritt stimmte das Publikum darüber ab, ob der Auftritt nun "weich und putzig” oder doch "hart und schmutzig” war.

Die Veranstaltung bot einen Querschnitt verschiedener Genres: Von Peter Fox über Lionel Richie bis hin zu Rammstein oder Johnny Cash war für wirklich jeden Geschmack etwas dabei. Begleitet wurden die Amateursänger von der Wuppertaler Band Blunt, die die Lieder in einer Rekordzeit von nur zwei Monaten einstudierte. Mit den Sängern war die Probenzeit sogar noch kürzer: "Jeder hatte eine Dreiviertelstunde Zeit mit der Band zu proben,” erklärt Organisator Joachim Beck (Beck und Consorten). Umso beachtlicher also ihre Leistung. Der Enthusiasmus der Sänger, darunter auch Tassilo Dicke (45rpm/raveline), Dirk Longjaloux (Büro Longjaloux) und Alexander Flüchter (Flüchter Dialogmarketing), sprang von der ersten Sekunde auf das Publikum über. Frenetisch feierten sie jeden Auftritt und waren schon völlig aus dem Häuschen als die Moderatoren Joachim Beck und Frank Stausberg in einem Outfit, das an glitzernde Weihnachtskugeln erinnerte, die Bühne betraten.

Der härteste Kandidat aus dem Vorjahr, Stefan Wintgen (wintgen kirschbaum), überzeugte dieses Jahr am Flügel als weichgespülter Schmusesänger mit Lionel Richies "Three times a lady” und nahm den Sieg in der Kategorie "weich und putzig” mit. Harry Schlosser, Inhaber eines Yogastudios, griff gänzlich unentspannt zur Gitarre und rockte zu Tönen von Rammstein. Gemeinsam mit der punktgleichen Franziska Abeler kann er sich nun mit dem Titel schmücken, Wuppertals härtester und schmutzigster singender Manager zu sein.

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