Die Mischung aus Comedy und Kunststückchen kommt bestens an. Die Veranstaltung ist zum echten Erfolgsmodell geworden.

Zauberei zum Anfassen: Ergie Wäggedawn bezieht Zuschauerin Ulla Wienhöfer in seine Tricks mit ein.
Zauberei zum Anfassen: Ergie Wäggedawn bezieht Zuschauerin Ulla Wienhöfer in seine Tricks mit ein.

Zauberei zum Anfassen: Ergie Wäggedawn bezieht Zuschauerin Ulla Wienhöfer in seine Tricks mit ein.

Andreas Fischer

Zauberei zum Anfassen: Ergie Wäggedawn bezieht Zuschauerin Ulla Wienhöfer in seine Tricks mit ein.

Wuppertal. Vier Jahre, 37 Aufführungen: Als der Zaubersalon des Magischen Zirkels Wuppertal am 21. September 2010 in der Bandfabrik startete, trat Atilla Peken als erster Magier vors Publikum. Auch beim letzten Zaubersalon für 2013 eröffnete er den Abend. Das erste Kunststück durfte er sich freilich nicht alleine auf die Fahnen schreiben: Trotz Konkurrenz im TV und vorweihnachtlicher Ermüdungserscheinungen waren die Reihen gut gefüllt. Könnte eindrücklicher belegt werden, welche Beliebtheit die monatlich stattfindende Veranstaltung erlangt hat?

Die magischen Tricks wurden nur zum Teil offenbart

Garantierte Kurzweil und der Verzicht auf ein festes Eintrittsgeld zählen zu den Erfolgsrezepten. Da darf dann auch während der Vorstellung getrost der Hut rumgehen für die Künstler, denn, wie man am Rhein sagt, „nix es ömesöns“. Niemand weiß das besser als Lemgus, hat sich doch seine fiktive Hardrock-Band „Mötör D.C.“ längst mangels Einnahmen aufgelöst, so dass er solo durchs Land tingeln muss. Na ja, nicht ganz solo, denn die Puppe Lemgus erhält ihre röhrige Stimme durch Bauchredner Andreas Minz, der den Saal zum Ausklang des Abends rockte.

Die Vielfalt der Darbietungen und ein sorgsam abgestimmtes Programm sind beliebte Markenzeichen des Zaubersalons, zu dem stets auch ein Moderator gehört. Diesmal war es Ju-Rim, ein junger Magier mit Wortwitz und einem ausbaufähigen Potenzial an Kartentricks. Die hatte auch Atilla, ansonsten bekannt für sein Elefantengedächtnis, im Repertoire. Da sei es ihm „zum ersten Mal schon wieder passiert“, kommentierte er, als ein vorausgeplanter Fehler einen Teil seiner Tricks offenbarte – aber eben nur einen Teil, denn die Offenlegung machte nur um so deutlicher, wie mysteriös die Dinge bei anderem Zauber sind.

Held des Abends mit einer Mischung aus Comedy, Kunststücken und liebenswerter Verpeiltheit war Ergie Wäggedawn in seiner Rolle und Kluft als Hausmeister. Dass er als Multitalent abseits der Bühne auch rhetorische Nachhilfe für Führungskräfte anbietet, blieb nicht ganz verborgen. „Sprich mal langsam und deutlich“, ranzte Ergie den Kollegen Ju-Rim an.

In der Tat, der humorige Seitenhieb enthielt ein Körnchen Wahrheit. So ist manches am Zaubersalon verbesserungswürdig, aber alles liebevoll handgemacht, ehrlich und unterhaltsam.

Der nächste Zaubersalon findet am 21. Januar, 20 Uhr, in der Bandfabrik, Schwelmer Straße 133, statt. Der Eintritt ist frei (keine Sitzplatzgarantie). Infos unter:

zaubersalon-wuppertal.de
 

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