Rund um den Platz der Republik verzauberten viele Tausend Leuchtgläser den Stadtteil. Der Termin Anfang Februar war wegen Schnee und Eis abgesagt worden.

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Unermüdlich hatten die Helfer der 11. Lichterwege rund um den Platz der Republik tausende von Teelichtern aufgestellt und angezündet. So erstrahlte der Ostersbaum am Dienstag in bezauberndem Glanz.

Unermüdlich hatten die Helfer der 11. Lichterwege rund um den Platz der Republik tausende von Teelichtern aufgestellt und angezündet. So erstrahlte der Ostersbaum am Dienstag in bezauberndem Glanz.

Andreas Fischer

Unermüdlich hatten die Helfer der 11. Lichterwege rund um den Platz der Republik tausende von Teelichtern aufgestellt und angezündet. So erstrahlte der Ostersbaum am Dienstag in bezauberndem Glanz.

Ostersbaum. Diesmal stimmte fast alles: Eis und Dauerschnee waren bis auf wenige Reste weggetaut, weder Schneefall noch Regen ärgerten die Besucher und selbst der Wind konnte den vielen Kerzen nichts anhaben. Über zwei Stunden stand der neu gestaltete Platz der Republik sowie sämtliche von ihm abgehenden Treppen am Dienstagabend ganz im Zeichen der 11. Lichterwege.

Wie schon in den vergangenen zehn Jahren hatte die freie Künstlerin Diemut Schilling die künstlerischen Anregungen für die Lichtinstallationen geliefert, die bei den Besuchern schweigende Bewunderung hervorriefen. Dass die ursprünglich für den 2. Februar vorgesehene Veranstaltung nicht ersatzlos gestrichen wurde, sondern jetzt nachgeholt werden konnte, war Gabi Kamp von der Stadtteilkonferenz Ostersbaum zu verdanken.

Als es gegen 18.30 Uhr dunkel wurde, erstrahlten die rund 20 Treppen und Wege im matten Glanz. Viele 100 Teelichter hatten die Mitglieder der beteiligten Gruppen - überwiegend vom Ostersbaum - in bunt bemalte Gläser gestellt und angezündet. Vier Treppen, unter anderem auch der Kosakenweg, waren dauerhaft neu gestaltet worden, herrliche Bilder und Zeichnungen, aber auch in den Boden eingelassene Lichtstreifen verschönern die Fußwege hier und erfreuen die Darübergehenden - nicht nur während der Lichterwege

So manch ein Anwohner des Stadtteils kann sich sogar an den Wänden wieder erkennen, die Diemut Schilling und ihr Team mit viel Liebe zum Detail geschmückt haben. Einen wichtigen Beitrag für den unbeschwerten Spaziergang über den Ostersbaum und seine Treppen leisteten die unzählige Gruppen und Solokünstler mit ihren Musik- und Gesangsdarbietungen.

Die Installationen mit den unzähligen Lichtpunkten waren übrigens nicht nur auf dem Boden der Wege und Treppen, sondern auch an Wänden und Geländern angebracht worden. Allein für ihren Auf- und Abbau gebührt den Helfern ein großes Lob. An einigen "Leuchtpunkten" boten Mitarbeiter des Nachbarschaftsheims auch Speisen und Getränke an.

Das preisgekrönte Projekt auf den Treppen des Ostersbaums sollte eigentlich am 2. Februar stattfinden, mussten wegen Eis und Schnee jedoch abgesagt werden.

Wegen knapper öffentlicher Mittel war im vergangenen Jahr von einem Aus für die Lichterwege die Rede. Doch das hoch gelobte Projekt der Künstlerin Diemut Schilling lebt weiter, und das sogar größer als bisher: 4100 leuchtende Gläser sollen nach Angaben der Veranstalter am Dienstag die Treppen und Wege erleuchtet haben.

Musiker und Chöre aus dem gesamten Städtedreieck haben die Lichterwege auch zu einem Klang-Erlebnis gemacht. Im vergangenen Jahr stieg das Finale mit einer Protest-Kundgebung am Neumarkt - auch dies vielleicht ein Aufrüttler, der die Lichterwege gerettet hat.

Krönender Abschluss war ein imponierendes Musikfeuerwerk, zu dem die mächtige Stimme Whitney Houstons den klanglichen Rahmen bot.

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