Zwei Tage präsentieren Künstler aus Wuppertal sich und ihre Kunst.

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Antofagasta feierten sich, den Reggae und die Wuppertaler Kultur auf dem Laurentiusplatz.

Antofagasta feierten sich, den Reggae und die Wuppertaler Kultur auf dem Laurentiusplatz.

Uwe Schinkel

Antofagasta feierten sich, den Reggae und die Wuppertaler Kultur auf dem Laurentiusplatz.

Wuppertal. "Wir sind eine Wuppertaler Band und spielen für Wuppertal", ließen die Jungs der Formation Antofagasta ihre Zuhörer wissen. In der für sie typischen Reggae-Manier besangen sie dann ihre Stadt und machten so Reklame - für sich selbst und alle anderen Kunstschaffenden, die das zurzeit so arg gebeutelte Wuppertal hat und wovon sich ein Großteil bei der "1. Wuppertaler Kulturbühne" vorstellte.

Hier wollten sich verschiedene Sparten zeigen und die Entstehung dieses Mini-Festivals darf man sich vielleicht vorstellen wie eine Flusslandschaft, in der ein verzweigtes Geäder diverser Künstler zusammenfloss. Die Rahmenbedingungen waren bestens: sowohl am Samstag, als zum zweitägigen Open Air Festival begrüßt wurde, schien die Sonne. Und am Sonntag lockte das strahlende Sommerwetter ebenso nach draußen. Am Laurentiusplatz war also einiges los, viele Passanten blieben interessiert stehen, Kunstkollegen wie Daxophon-Spieler und Schriftenerfinder Hans Reichel lauschten interessiert einzelnen Beiträgen.

Christian Boy gab als Präsentator der verschiedensten Kunstgattungen Samstag alles, Sonntag moderierte David J. Becher. Auf der Bühne spielten beispielsweise Sunnie Wiliams etwas, das sie selbst Postpunk nennen und auch Winston war mit Rockmusik am Start. "Zum Weinen schön" fanden Zuschauerinnen wie Petra Amon und Julia Klöckner eine Tanzeinlage Milton Camilos.

Da spendeten auch Tanzkollegin Nadja Varga und Malerenkelin Carla Oberhoff gern Beifall. Aber das Pfingstwochenende mit seinem guten Wetter hatte einige Urlaubstüftler natürlich an die Baggerseen und Grillplätze der Umgebung gelockt. Und dann gab es am Samstagabend gleich zwei sportliche Events, darunter das Finale der Champions League. Kurzum: die Resonanz auf dieses so wichtige Ereignis hätte gerne noch besser sein dürfen.

Als aber Roy Harrington am Samstagabend den Platz rockte - manche wollen ihn sogar wie einst Jimmy Hendrix mit den Zähnen E-Gitarre spielen sehen haben - sprang nichts anderes als der Funke über: Der Platz vor der Kirche hatte sich in ein einziges rhythmisch waberndes, mittanzendes Musikmeer verwandelt.

Und so ging es sonntags mit Lesungen - Autor Ulrich Land las aus "Einstürzende Gedankengänge" - und einem Gemisch aus Klassik, Dorothea Brandt sang Mozart-Arien, Jazz und Salsa weiter. Ulrich Rasch sorgte am Abend zusammen mit Sunny Heights und den Salsa-Leuten für einen absolut gelungenen Abschluss. Und er ist sich sicher: "Es wird eine zweite Wuppertaler Kulturbühne geben."

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