Die Lokalredaktion verrät, was das Wuppertaler Publikum im neuen Jahr zu erwarten hat – von A bis Z.

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Der Live Club Barmen präsentiert Die Happy: Die Band spielt am 25. März im Rex-Theater.

Der Live Club Barmen präsentiert Die Happy: Die Band spielt am 25. März im Rex-Theater.

Premiere in der Stadthalle: Ralf Schmitz präsentiert am 1. Mai sein neues Programm.

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Der Live Club Barmen präsentiert Die Happy: Die Band spielt am 25. März im Rex-Theater.

Wuppertal. Dass es im neuen Jahr ganz viel Theater gibt, steht außer Frage. Genauso wie die schöne Vermutung, dass sich auch 2009 in Wuppertal wieder viele prominente Künstler die Mikros in die Hand geben dürf(t)en - während lokale Künstler reichlich Heimspiele planen.

Comedy, Konzerte, Komödien: Was genau ist da wohl alles zu erwarten? Die WZ hat nachgefragt - und von Martina Steimer (Rex-Theater) erfahren, dass selbst Theaterleiter die Qual der Wahl haben: "Es wird im Rex wie immer innerhalb der rund 300 jährlichen Vorstellungen so viele Highlights geben wird, dass ich mich außerstande sehe, mich auf ein bis drei Höhepunkte festzulegen."

Klassische Musik, Gospel-Songs
und ein Festival der Stimmen

Die Lokalredaktion hat sich deshalb einen eigenen Überblick verschafft - und verrät, worauf sich das Wuppertaler Publikum freuen darf. Zum Beispiel auf die Academy of St. Martin in the Fields. Das Spitzenorchester gibt sich am 28. Januar die Ehre - zusammen mit Martin Stadtfeld, der die weltberühmten Musiker am Klavier begleitet. Das klassische Spektakel beginnt um 20 Uhr im Großen Saal der Stadthalle.

Auch hier spielt die Musik: Bel Canto feiert am 1. März in der Immanuelskirche. Das Vokalensemble der Wuppertaler Kurrende präsentiert ein "Best of". Zum 20. Geburtstag gibt’s neben geistlicher und romantischer A-cappella-Musik auch Lieder der Comedian Harmonists. Das Konzert dürfte also eine perfekte Einstimmung auf den 28. März sein - dann setzt Olaf Strieb "Die Comedian Harmonists" im Opernhaus in Szene.

Drei Tage zuvor heißt es im Rex-Theater: Licht an, Kabel raus. Der Live Club Barmen (LCB) präsentiert Die Happy im Theater am Kipdorf: Das Quartett um Marta Jandova geht auf Unplugged-Tour. Etwas ruhigere Töne dürfte Edgar Krapp von sich geben: Wenn er am 7. Juni Station in der Stadthalle macht, setzt er "Orgel-Akzente".

Und noch ein Highlight: "Was ihr wollt" hat am 24. Januar um 19.30 Uhr premiere im Opernhaus. Holger Schultze setzt das Shakespeare-Stück in Szene.

Was Erhard Ufermann im "Referat Kultur und Musik" beim Evangelischen Kirchenkreis Wuppertal vorbereitet, dürfte ebenfalls nicht zu überhören sein: Das "Festival der Stimmen" wird vom 31. Oktober bis zum 9. November gefeiert. Beim Auftakt in der Uni-Halle gibt’s eine Uraufführung mit der WDR Big Band. Was folgt, sind 30 Konzerte, Workshops und Vorträge auf verschiedenen Bühnen.

Und die Musik geht munter weiter: "Gospel fo(u)r you" versprechen Wuppertaler Künstler am 1.März im Rex-Theater. Helge Schneider Programmtitel mag für seine Fans ebenfalls wie Musik klingen. "Cirque du Kautz präsentiert: Wullewupp Kartoffelsupp?" - was damit gemeint ist, zeigt sich am 17. Juni in der Stadthalle.

Im TiC-Theater gilt ein ganz anderes Motto: "Bezahlt wird nicht." So heißt zumindest das Stück von Dario Fo, das Ingeborg Wolff am 25. September in Szene setzt. Die beliebte Schauspielerin führt zum ersten Mal im TiC-Theater Regie. Bachs "Johannespassion" hat sich hingegen die Kantorei Barmen-Gemarke vorgenommen. Das Ergebnis ist am 29. März in der Immanuelskirche zu hören.

Auch darauf dürfen sich Musikkenner freuen: Katia und Marielle Labèque (Klavier) machen gemeinsame Sache mit dem Royal Philharmonic Orchestra, das Leonard Slatkin am 16.Mai in der Stadthalle dirigiert. Noch früher, am 23. Januar, sorgt Lutz Görner dafür, dass es im Rex-Theater zu einer spannenden Begegnung kommt: "Wilhelm Busch trifft Charles Bukowski". Apropos "Männer": Franz Wittenbrinks Revue gewährt Einblicke in ihre Seele - ab dem 23. Oktober sind im TiC-Theater deshalb vor allem auch weibliche Gäste willkommen.

Tanztheater, Stummfilm und Comedy-Premiere

"Neues Stück 2009" wird es vorerst heißen - so viel ist klar. Den genauen Titel ihrer neuen Choreographie wird Pina Bausch allerdings traditionsgemäß erst nach der Uraufführung im Opernhaus (12. Juni) finden - und verraten. Dies steht schon jetzt fest: Das Orchester der Musikhochschule spielt am 17. Januar, 18 Uhr, in der Immanuelskirche. Das Motto ist Programm und meint den Umzug der Musikhochschule an die Sedanstraße. Kurz gesagt: "Barmen ruft!"

Wenn der "Panzerkreuzer Potemkin" am 1. Juli Kurs auf die Stadthalle nimmt, kann sich das nicht nur sehen, sondern vor allem hören lassen: Die Sinfoniker setzen die beliebte Reihe "Stummfilm & Livemusik" fort. Dort gibt am 4. Mai auch ein Quartett den Ton an: Das Martfeld Quartett gibt am 4. Mai ein Kammerkonzert im Mendelssohn Saal. Ralf Schmitz steuert ebenfalls den Johannisberg an - und das mit einer Premiere. Am 1. Mai zeigt sich der Komiker ganz "Schmitzophren". Viel Soul versprechen The Commitments. Der LCB lockt die Band am 21.Januar in die Börse.

Das Taltontheater untersucht derweil den Tod von Tschaikowsky: Das Theaterstück um den Komponisten wird erstmals am 12. Februar im Rex präsentiert. Uli Wewelsiep entführt seine Gäste zusammen mit Wuppertaler Musikerkollegen nach New York: Ihr Broadway-Programm gibt’s am 13. März in der Bandfabrik.

Ein ganz besonderes Highlight wartet auch im Opernhaus: Salvatore Sciarrinos Auftragswerk zur Wiedereröffnung der Oper ("Vor dem Gesetz") lässt den Kulturtempel am 25. April hochleben. Kontrabassist William Parker begleitet seine Frau Patricia nach Wuppertal: Die New Yorker Tänzerin wird "Artist-in-Residence" in Peter Kowalds "Ort". Im September lebt und tanzt sie an der Luisenstraße.

Xylophon und Y gehört zum Sinfonieorchester wie das Rosenmontagskonzert zu Karneval: Am 23. Februar wird im Opernhaus geschunkelt, gespielt und getanzt. Dort dreht sich vorher alles um die Zauberflöte: Mozarts Oper ist ab dem 7. Februar zu erleben. Richtig, bei einem so prallen Kulturkalender fehlt eigentlich nur noch das Y - das hiermit respektvoll erwähnt wird. Sonst findet sich im Wuppertaler Kunstreigen aber wirklich alles - von A bis Z.

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