Ab Samstag erklingen täglich internationale Lieder über die Rose aus einem Rosenstrauch im Botanischen Garten.

Cornelie Müller und Thomas Beimel vor dem klingenden Rosenbusch. Vor ihnen die Texttafeln.
Cornelie Müller und Thomas Beimel vor dem klingenden Rosenbusch. Vor ihnen die Texttafeln.

Cornelie Müller und Thomas Beimel vor dem klingenden Rosenbusch. Vor ihnen die Texttafeln.

Uwe Schinkel

Cornelie Müller und Thomas Beimel vor dem klingenden Rosenbusch. Vor ihnen die Texttafeln.

Elberfeld. Stimmen wispern aus dem Gebüsch, eine Melodie ertönt und dann ein Lied. Es scheint, als würde der Rosenbusch selbst singen. Das tut er natürlich nicht, die Klanginstallation im Botanischen Garten ist das Werk von Cornelie Müller und Thomas Beimel. Gemeinsam haben sich die beiden Künstler auf die Suche nach Liedern über die Rose gemacht. Gefunden haben sie 44 Menschen, die auf 32 Sprachen Lieder über die Rose singen. Ein peruanischer Text ist dabei, eine brasilianische Samba und ein marokkanisches Volkslied.

Zu hören sind diese nun in einer Klanginstallation unter dem Titel "Rosarium" im Botanischen Garten. Das Thema der sehr unterschiedlichen Lieder ist immer dasselbe - die Rose. In Deutschland gilt sie als Königin der Blumen. Sie ist das Symbol der Liebe, steht aber auch für Stolz und Eitelkeit. Auch in anderen Ländern ist die Rose nicht irgendeine Blume: In Südamerika steht die Rose oft für einen Frauennamen, in anderen Ländern steht sie für ein ungeborenes oder sogar abgetriebenes Kind. "Mit Romantik wird die Rose längst nicht überall verbunden", erklärt Cornelie Müller.

Mithilfe einer Ausschreibung in München fanden sich Menschen aus aller Herren Länder, die Lieder über die Rose kannten und diese in ihrer Landessprache vorsangen. Thomas Beimel: "Es war immer eine sehr persönliche und intime Situation, wenn sich die ungeübten Sänger bereit erklärten, a-capella für uns zu singen.

Die Texte der Lieder sind auf botanischen Tafeln nachzulesen

Thomas Beimel und Cornelie Müller nahmen die Lieder auf ein Tonbandgerät auf, mischten sie neu, legten die verschiedenen Sprachen und Melodien übereinander und komponierten so ein ganz besonderes musikalisches Erlebnis. Zu hören ist es ab heute, 17 Uhr, im Botanischen Garten. Natürlich nicht irgendwo, sondern es erklingt direkt aus einem Rosenbusch heraus.

"Die Musik ist ganz unaufdringlich und ruhig", beschreibt Beimel und erzählt, dass die verschiedenen Lieder auch übersetzt wurden und auf kleinen botanischen Tafeln rund um den Rosenbusch nachzulesen sind. Er spricht von einem "Lauschkabinett", welches sich dem Spaziergänger bietet - und zwar noch bis zum 3. Oktober dieses Jahres, täglich von 14 bis 18 Uhr.

Am Samstag um 17 Uhr ist die Klanginstallation "Rosarium" das erste Mal zu hören.

Der Rosenbusch steht in der Nähe des Haupteingangs, wenige Meter hinter der Außengastronomie an der Orangerie.

Zu hören ist auch ein schwäbisches Lied und eines auf Hamburger Platt.

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