Bis August treten in Tony Craggs Park Musiker aus zwölf Ländern auf. Das Auftakt-Konzert ist am Sonntag zu hören.

Dietrich Rauschtenberger wird am Sonntag den Pavillon des Skulpturenparks mit seinen Schlagwerken beschallen.
Dietrich Rauschtenberger wird am Sonntag den Pavillon des Skulpturenparks mit seinen Schlagwerken beschallen.

Dietrich Rauschtenberger wird am Sonntag den Pavillon des Skulpturenparks mit seinen Schlagwerken beschallen.

Uwe Schinkel

Dietrich Rauschtenberger wird am Sonntag den Pavillon des Skulpturenparks mit seinen Schlagwerken beschallen.

Wuppertal. Jeder Ton ist notwendig und bekommt im gläsernen Pavillon einen eigendynamischen Klang, wie Schlagwerker Dietrich Rauschtenberger demonstriert. Zusammen mit Saxophonist und Flötist Rob Brown wird der Perkussionist am Sonntag die "KlangArt" eröffnen.

Nicht allein, dass damit wieder ein einheimischer Musiker zusammen mit einem der Repräsentanten der amerikanischen Jazz-Avantgarde spannende Musikgebilde entwickeln wird - dieses Ereignis findet inmitten der Skulpturen Eduardo Chillidas statt. Denn Schauplatz des Konzerts ist der Skulpturenpark Waldfrieden, den Wuppertal Tony Cragg verdankt.

"Was Veranstaltungen angeht, ist der Park noch in seiner Anfangsphase. Es war ein Wunsch von mir, zeitgenössische Musik einzubinden", erklärt der Brite. "Wir hoffen, ein schönes Erlebnis bieten zu können." Diese weitere Facette des Gesamtereignisses namens Skulpturenpark ist gleichzeitig der Auftakt für eine ganze Konzertreihe, die bis August stattfinden wird. Organisiert hat das Programm E. Dieter Fränzel.

"Es ist eine Konzertreihe auf internationalem Niveau, an dem Musiker aus zwölf Ländern teilnehmen", erklärt der Jazz-Fachmann. Mit Arkady Shilkkloper, Jean Laurent Sasportes, den Eheleuten MarkusStockhausen und Tara Bouman oder Erika Stucky, die zusammen mit Posaunist Bertl Mütter und Jon Sass an der Tuba auftreten wird, handelt es sich um Persönlichkeiten jenseits des Mainstreams.

Auswahlkriterium für Organisator Fränzel, der alle Teilnehmer (auch) mit dem Aufführungsort - teilweise finden die Konzerte im Pavillon, teilweise unter freiem Himmel statt - locken konnte, war aber neben der musikalischen Klasse auch der Umgang mit Hall. "Wie in einer Kathedrale gibt es im Pavillon sechs bis sieben Sekunden Nachhall." Weil das Glashaus ein "besonderer Resonanzkörper für spezielle Performances ist", wurden Musiker ausgesucht, die genau mit diesem Nachklang-Phänomen arbeiten.

Wenn die KlangArt gut läuft, könnte sich Hausherr Cragg vorstellen, weitere Konzerte zu weiteren Ausstellungen zu konzipieren. "Sie könnten ein integraler Bestandteil des Parks werden."

» KlangArt im Skulpturenpark Waldfrieden, Hirschstraße 12. Karten zum Auftaktkonzert am Sonntag, 8. Februar, 16 Uhr, unter Ruf 31 72 989.

 

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer