Der dichtende Narrendezernent Stefan Kühn übergibt nach langem Schunkeln und hartem Kampf den Rathaus-Schlüssel.

Karneval
Prinzessin Birgit II. Silvia Hagedorn und Euer Lustigkeit, Sozialdezernent Stefan „Admiral“ Kühn (von links), beim Schunkeln im Barmer Rathaus. Später übergab Kühn den Narren den Schlüssel fürs Rathaus. Foto. Uwe Schinkel

Prinzessin Birgit II. Silvia Hagedorn und Euer Lustigkeit, Sozialdezernent Stefan „Admiral“ Kühn (von links), beim Schunkeln im Barmer Rathaus. Später übergab Kühn den Narren den Schlüssel fürs Rathaus. Foto. Uwe Schinkel

Schinkel, Uwe (schin)

Prinzessin Birgit II. Silvia Hagedorn und Euer Lustigkeit, Sozialdezernent Stefan „Admiral“ Kühn (von links), beim Schunkeln im Barmer Rathaus. Später übergab Kühn den Narren den Schlüssel fürs Rathaus. Foto. Uwe Schinkel

Wuppertal. Marsmännchen und Marienkäfer schunkeln, unterstützt von Hippies und Cowboys im Eingang des Barmer Rathauses. Sie singen „Et Lehnchen“. Ganz klar, es ist wieder soweit – die närrischen Weiber aus dem Tal übernehmen das Zepter im Barmer Rathaus.

Getreu dem Motto der Wuppertaler Prinzessin Birgit II „Das Rathaus gehört jetzt uns“ stürmten die jecken Weiber am Donnerstagmittag den Amtssitz von Oberbürgermeister Peter Jung (der sich nicht blicken ließ), das Rathaus, und ließen den „Admiral mit echten, blonden, langen Locken“, Stefan Kühn um seinen Schlips fürchten: „Jetzt muss ich dran glauben.“

Die knapp 100 Wuppertaler „Möhnen“ ließen sich davon nicht beirren, sie feierten ihre närrische Amtshandlung mit einem lautstarken „Oh, wie ist das schön“.

Der Sozialdezernent und ein Akkordeonspieler waren übrigens die einzigen männlichen Narren, die an diesem Tag in dem Raum geduldet wurden.

„Ihr seid dennoch heiter – doch wir sind nicht pleite, wir sind pleiter.“

Stefan „Admiral“ Kühn

Dennoch machten die Närrinnen dem „Admiral von Schneider“ ein Kompliment: „Stefan Kühn ist unser Mann, mit dem man prima feiern kann“ und riefen ein dreifaches „Wuppdika“ in den mit Luftballons und Girlanden geschmückten Raum.

Kitchen Klub Am Samstag, 18. Februar steigt im Kitchen Club an der Aue 10 eine Karnevalsparty. Um 22 Uhr geht es los.
„After-Zug-Party“ Wuppertaler Jecken ziehen nach dem Rosensonntagszug in die Hako Event Arena weiter. Die Party beginnt um 17.11 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Zoo Im Zoo findet findet um 10.30 Uhr die 90-minütige Führung „Karneval der Tiere“ statt.

Stefan Kühn lag den Damen dementsprechend „treu zu Füßen und soll vom Oberbürgermeister grüßen“, dessen Abstinenz von den Weibern scherzhaft in Verbindung mit „dem Sparpaket“ gebracht wurde.

Bei soviel Kokolores, ließ sich auch der Sozialdezernent nicht lumpen und kalauerte mit: „Ich erwarte viel Humor – etwa beim Blick in unser’n Tresor. Ihr seid dennoch heiter – doch wir sind nicht pleite, sondern pleiter.“

„Wer soll das bezahlen, wer hat bestellt?“, sang die närrische Runde und das Spektakel hatte mit dem Kölner Karnevalsklassiker „Echte Fründe stonn zosammen“ seinen Höhepunkt.

Der Wuppertaler Narrensturm zieht mittlerweile auch Weiber von außerhalb der Stadt an, wie etwa Katja Tag aus Hagen, die mit ihrer Wuppertaler Freundin Irma Langheim dem Karneval im Tal längst verfallen ist. Die beiden feiern lieber hier, anstatt ins Rheinland zu fahren, wie sie verrieten.

Um 12 Uhr wurde der Schlüssel des Rathauses dann an das Prinzenpaar Birgit II. und Michael IV. übergeben. Das hielt Kühn nicht von weiteren jecken Späßen über die Finanzmisere der Stadt ab. So wünschte er sich, dass es am Rosensonntag nicht regnen solle, denn: „Regen ist eine freiwillige Leistung, und die ist in Wuppertal unzulässig.“

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