Bürgerbahnhof, Jürgen Scheugenpflug
Mit „Man(n) kann – muss aber nicht. . .“ zeigt Jürgen H. Scheugenpflug am 8. November im Barmer Bahnhof sein nach eigenen Angaben letztes Solo-Programm. Danach will er über neue Projekte nachdenken.

Mit „Man(n) kann – muss aber nicht. . .“ zeigt Jürgen H. Scheugenpflug am 8. November im Barmer Bahnhof sein nach eigenen Angaben letztes Solo-Programm. Danach will er über neue Projekte nachdenken.

Mathias Kehren

Mit „Man(n) kann – muss aber nicht. . .“ zeigt Jürgen H. Scheugenpflug am 8. November im Barmer Bahnhof sein nach eigenen Angaben letztes Solo-Programm. Danach will er über neue Projekte nachdenken.

Wuppertal. 2013 feiert er ein Jubiläum: 25 Jahre auf der Bühne. Irgendwie ein passender Zeitpunkt also, dass der Wuppertaler Kabarettist und WZ-Kolumnist Jürgen H. Scheugenpflug jetzt verkündet: Die nächste Premiere ist die letzte. „Man(n) kann – muss aber nicht. . .“ heißt Scheugenpflugs zehntes und finales Soloprogramm, das am Donnerstag, 8. November, um 20 Uhr im Barmer Bahnhof erstmals offiziell zu sehen sein wird. Sinnigerweise befasst es sich mit dem Altern – also dem Dasein als Mann 50-plus mit allen Tücken, Pflichten und Ängsten. Verklärung der Vergangenheit wird dort laut Scheugenpflug ebenso Platz haben wie der Blick in die unsichere Zukunft, das ganze ebenso mit Witz wie mit Sozialkritik gewürzt. Jens Neutag als Regisseur und Ulrich Rasch als musikalischer Begleiter haben dafür gesorgt, dass das Programm Scheugenpflug-typisch auch mit diversen gesungenen Einsprengseln daherkommen wird.

Mit den Rückzugsgedanken ist es Scheugenpflug indes ernst, versichert er der WZ. „Ich bin jetzt 56 und fahre 30.000 Kilometer im Jahr“, so Scheugenpflug, „da ist es langsam an der Zeit, sich zu überlegen, ob man nicht auch mal was anderes machen möchte.“ Zwar werde er der Bühne nicht ganz den Rücken kehren, auch das neue Programm sicher noch gut drei Jahre spielen. „Aber danach ist sicherlich Schluss mit den aufwändigen Solo-Produktionen.“ Seine Akademie für Kabarett und Comedy werde er dagegen weitermachen, auch das Schreiben nicht aufgeben und sicher noch neue Projekte anpacken. Wichtig sei ihm dabei eins: „Ich will auf jeden Fall den Zeitpunkt nicht überschreiten, an dem mir das Auftreten keinen Spaß mehr macht.“

Bei der Premiere im Barmer Bahnhof am 8. November schließt sich für Scheugenpflug übrigens ebenfalls ein Kreis: Dort hatte er vor gut 15 Jahren seine ersten Auftritte vor großem Publikum, auf einer Bühne, die damals sonst Namen wie Hüsch und Hildebrandt vorbehalten war. „Ich bin sehr froh, an diesem Ort, an dem ich nach wie vor sehr hänge, meine Premiere spielen zu dürfen“, so der Kabarettist. Karten kosten 13 Euro im Vorverkauf und 16 Euro an der Abendkasse. Es gibt sie bei den bekannten Vorverkaufsstellen in Wuppertal und unter Telefon 75 55 44.     fl
 

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