Angehende Designer im Wettstreit an der Bergischen Uni.

KachelCross-Battle
Zweiter Platz für das Modell von Marc Stender, Björn Stiebel, Robin Selbach und Kristian Trendafilov.

Zweiter Platz für das Modell von Marc Stender, Björn Stiebel, Robin Selbach und Kristian Trendafilov.

Uwe Schinkel

Zweiter Platz für das Modell von Marc Stender, Björn Stiebel, Robin Selbach und Kristian Trendafilov.

Wuppertal. Ein Erntesystem zu entwickeln, welches Fallobst aufsammelt: Das war die Aufgabe für die Teilnehmer beim diesjährigen Kachelcross-Battle. In einem Ausscheidungswettbewerb kämpften sechs Teams aus dem Fachbereich Industrial Design, einem wissenschaftlichen und künstlerischen Studiengang mit den Schwerpunkten Technische Produkte/Produktsysteme und Strategisches Design um den Sieg.

Nur knapp fünf Wochen Zeit für das Projekt

Nur knapp fünf Wochen hatten die uwid-Studenten Zeit, ihre Vorstellungen in einen Prototyp umzusetzen. Dabei mussten sie verschiedene Voraussetzungen berücksichtigen: Das Gerät durfte nicht ferngelenkt werden und musste selbstfahrend konzipiert sein.

Auf den Kacheln des Uni-Foyers, die der Aktion ihren Namen gaben, fiel die Entscheidung. In einem abgegrenzten Parcours symbolisierten bunte Plastikbälle das Obst. Jeder gegen jeden war die Devise und so traten je zwei Teams gegeneinander an und hofften, so viel Obst wie möglich einzusammeln. Pro geerntetem Ball gab es einen Punkt, für rote Bälle sogar fünf Punkte. „Jetzt kommen die Ergebnisse, die ich erwartet habe“, freut sich Professor Gert Trauernicht angesichts der erreichten Punktzahlen. Zusammen mit Professor Martin Topel betreute er auch in diesem Jahr das Projekt.

Ihre Design-Visionen präsentierten die Studenten auf ansprechenden Bannern. Bei der Form- und auch Namensgebung orientierten sie sich dabei oft an der Natur. Team Drohne nahm sich die fleißigen Bienen zum Vorbild, das Team Skarabotics ließ sich vom Pillendreher Skarabäus inspirieren. Die Nacht vor der Entscheidung war für die Teilnehmer wohl kurz und bis kurz vor dem Probelauf wurde noch an den Geräten gearbeitet. An die Themenstellung „pick‘n‘choose“ hatte sich Team Pickup bei der Namensgebung gehalten. Fabian Reinhard, Verena Kuck, Benedikt Glöß und Qiqi Zhong entwickelten zur Schonung der Anbauflächen ein Gerät mit extra breiten Reifen.

Ein Luftstrom pustet das Obst aus deren Gefahrenbereich und wird über ein steil aufgestelltes Förderband in einen integrierten Speicher transportiert. „Der Pickup ist ein Kraftprotz, dem wir Eleganz verliehen haben“, erläuterten sie Funktion und Design. Effizient und schonend werde so das Fallobst aufgelesen und der aktive Einsatz gab ihnen recht. Ihr Erntehelfer sammelte die meisten Äpfel auf und fuhr somit den Gesamtsieg ein.

Vielleicht hat ihnen dabei ein bisschen, das von den Erstsemestern entworfene Maskottchen geholfen, welches jedes Team begleitete.

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