Weinberger Funken: Beim Ehrensenatoren-Ball kündigte der Präsident seinen Rücktritt an.

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Abschied, wie es sich für einen Karnevals-Präsidenten gehört: Horst Schlichter sagt nach 30 Jahren Amtszeit Adieu.

Abschied, wie es sich für einen Karnevals-Präsidenten gehört: Horst Schlichter sagt nach 30 Jahren Amtszeit Adieu.

Andreas Fischer

Abschied, wie es sich für einen Karnevals-Präsidenten gehört: Horst Schlichter sagt nach 30 Jahren Amtszeit Adieu.

Wuppertal. Mit stolzer Brust und strahlenden Augen steht Horst Schlichter vor 110 geladenen Gästen. In seinem rechten und seinem linken Arm hält er zwei Funkenmariechen, die ihm gerade ein Bützchen auf die Wangen drücken. Und das mit gutem Grund: Nach 30 Jahren im Amt tritt der langjährige Präsident der Karnevalsgesellschaft Weinberger Funken - Rot-Grün von 1930 e.V. nach Ablauf der aktuellen Session zurück.

Ein großer Schritt für den Karnevalsfreund und seine Narrenschar, den der Elferrat vergangenen Samstag auf dem alljährlichen Ehrensenatoren-Ball im Novotel bekanntgab. Bereits zum 23. Mal kamen in diesem Jahr die Ehrensenatoren des ältesten Karnevalsvereins Wuppertals zum feierlichen Ball zusammen. Der Ball, zu Ehren der Mitglieder und Sponsoren, ist längst zur Tradition geworden. Hier wird geschunkelt, gesungen und getanzt.

In diesem Jahr galt der erste Tanz Horst und Sigrid Schlichter, die gekonnt einen langsamen Walzer hinlegten. Der Präsident, der auf 50 Jahre Vereinsmitgliedschaft zurückblicken kann, kündigte seinen Rücktritt an und erntete für sein langjähriges engagement jede Menge Lob und Glückwünsche. Auch Ingrid Kliewer, Präsidentin vom Verband Rheinisch Bergisch Märkischer Karnevalsgesellschaften e.V., überreichte Schlichter im Namen des deutschen Karnevalsbundes (BDK) den goldenen Verdienstorden - die höchste Auszeichnung überhaupt.

"Dass ich heute so geehrt werde, hätte ich nicht erwartet", zeigte sich Schlichter bescheiden. Eine "schmerzhafte Angelegenheit" sei sein Rücktritt, verriet er mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Nachfolger wird Jens Borgmann.

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