Offizielle Zentimeter-Angaben sind Mangelware: Jetzt sind alle WZ-Leser am Zug.

Aktion
Maßarbeit: Die WZ freut sich über jeden Schnee-Zentimeter. Mit 16 machten Gian-Luca, Ashley und Muriel mit ihrer Mutter Monique vor dem St. Anna-Gymnasium gestern Nachmittag den Anfang.

Maßarbeit: Die WZ freut sich über jeden Schnee-Zentimeter. Mit 16 machten Gian-Luca, Ashley und Muriel mit ihrer Mutter Monique vor dem St. Anna-Gymnasium gestern Nachmittag den Anfang.

Mathias Kehren

Maßarbeit: Die WZ freut sich über jeden Schnee-Zentimeter. Mit 16 machten Gian-Luca, Ashley und Muriel mit ihrer Mutter Monique vor dem St. Anna-Gymnasium gestern Nachmittag den Anfang.

Wuppertal. Diese Dame wirft auch in Wuppertal einen ebenso eisigen wie langen Schatten: Petra heißt sie, besuchte Wuppertal in ihrer Eigenschaft als Tiefdruckgebiet und hinterließ ihre schneeweiße Visitenkarte – während sich die Wetternachrichten gerade auch im Bergischen Land überschlugen und unheilvolle Schneehöhen zwischen 30 und 40 Zentimeter ankündigten. Jetzt, wo Petra und ihre Kolleginnen erst einmal eine Pause einzulegen scheinen, stellt sich von Beyenburg über Barmen und Elberfeld bis hin nach Vohwinkel die Frage: Wie tief ist der Schnee in Wuppertal wirklich?

Stirnrunzeln im Rathaus und tief verschneite Wälder

Im Rathaus sorgt diese Frage für Stirnrunzeln: Offiziell werden die Schneehöhen bei der Verwaltung nicht gemessen, berichtet Stadtsprecherin Martina Eckermann am – derzeit eisfreien – heißen Draht. Der Winterdienst in Wuppertal orientiere sich an den Angaben der Wetterdienste und stelle sich beim Räum- und Streudienst entsprechend darauf ein. Mit 30 oder 40 Zentimetern liege man aber schon im grünen Bereich – wobei sich der Blick bei dieser Gelegenheit auf Stadtparks und Wälder richtet: Dort hat der Schnee in Pulverform zumindest ein Einsehen mit den meisten Sträuchern und Bäumen. Abgebrochene Äste oder umgestürzte Bäume seien hier eher die Ausnahme, heißt es von der Stadt.

40 Zentimeter an der Wupper sind jetzt zu überbieten

Parks und Wälder zu sperren sei derzeit jedenfalls nicht nötig und auch gar nicht möglich – eben weil der Schnee an etlichen Stellen viel zu tief ist, um sich bei Spaziergängen der Astbruch-Gefahr auszusetzen. Vorsicht sei aber dennoch geboten, und das jenseits aller Zentimeter.

30 bis 33 hat unterdessen der Wupperverband zu bieten – gemessen an der Bever-Talsperre. Die Wupper-Talsperre bringt es auf stattlichere 40 Zentimeter, aber selbst das dürfte nicht das Ende der Fahnenstange beziehungsweise des Maßbandes sein. So sind jetzt alle WZ-Leser am Zug (siehe Kasten rechts): Melden Sie uns Ihre Schneehöhen!

Um eine Hitliste der Schneehöhen aufzustellen, reicht ein Zollstock, Lineal, Messband – konventionell oder ganz präzise mit Laser-Technik: Schicken Sie uns Ihre frisch erfassten Schnee-Zentimeter aus dem Garten oder auch vom Straßenrand – gerne inklusive Räum-Schnee oder klassischen Schneewehen. Bei entsprechenden Zuschriften wird eine eigene Rubrik für Iglus und Schneemänner eingerichtet. Mitmachen dürfen Hobby-Meteorologen ebenso wie Spaziergänger und Durchreisende. Auch Beweisfotos sind jederzeit willkommen. Die WZ freut sich über Zusendungen per Mail an: stefan.melneczuk@westdeutsche-zeitung.de

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