Weihnachten: Die große Feier für Einsame und Alleinstehende soll gerade in diesen Zeiten ein Zeichen der Nächstenliebe setzen.

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In Wuppertal einzigartig: Weihnachten feiern alleinstehende Menschen in der Stadthalle.

In Wuppertal einzigartig: Weihnachten feiern alleinstehende Menschen in der Stadthalle.

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In Wuppertal einzigartig: Weihnachten feiern alleinstehende Menschen in der Stadthalle.

Wuppertal. Seit über 60 Jahren laden Diakonie Wuppertal, CVJM Elberfeld und Caritasverband Wuppertal/Solingen, der in diesem Jahr federführend ist, gemeinsam zur traditionellen Weihnachtsfeier in die Stadthalle ein. "Am schönsten Platz der Stadt", sagt Susanne Bossy vom Caritasverband. "Dabei gehört das Ehrenamt zu den wesentlichen Säulen der Organisation", betont Caritas-Direktor Christoph Humburg, der es für ein Zeichen großer Wertschätzung hält, den Menschen, mit denen man an diesem Abend feiert und die Rechte erhalten, die ihnen oft verwehrt werden, auf Augenhöhe zu begegnen.

Martin Hamburger, Direktor der Diakonie Wuppertal, sieht bei allem Auseinanderdriften der Gesellschaft in Wuppertal einen Gegentrend und lobt die Solidarität: "Da wird deutlich - die Wuppertaler stehen zusammen".

Spendenaktion für einsame und alleinstehende Menschen

Bei der Wuppertaler Geschenkaktion "Platz gemacht" können (nicht nur) Wuppertaler mit einer Spende von 25 Euro einem einsamen oder allein stehenden Menschen einen Platz auf der Heiligabendfeier in der Stadthalle schenken. Die Spendenaktion soll die Finanzierung der Feier auch in den kommenden Jahren erleichtern.

Für Helfer und Gäste ergebe sich eine Win-Win-Situation, erläutert Humburg. Denn bei den bekannten Kürzungen in der Stadt werde ein Zeichen der Solidarität gesetzt: Die Wuppertaler sind für ihren Nächsten da. "Auch in diesem Jahr werden zahlreiche hilfsbereite Menschen benötigt, die den rund 600 Gästen am Heiligen Abend gute Gastgeber sind und der Stadthalle einen weihnachtlichen Rahmen verleihen", sagt die ehrenamtliche Mitarbeiterin des CVJM Elberfeld, Susanne Pobach, und bittet um Mithilfe. Ein Vorbereitungstreffen der Helfer findet am 1. Dezember um 19 Uhr im Katholischen Stadthaus in der Laurentiusstraße 7 statt. Für den 24. Dezember werden ebenso ehrenamtliche Mitarbeiter gesucht, die zwischen 9 und 12 Uhr vormittags beim Schmücken und Eindecken helfen möchten.

Pforten der Stadthalle sind am Heiligabend geöffnet

Um 18 Uhr werden dann die Pforten der Stadthalle geöffnet und die Gäste mit einer heißen Suppe begrüßt, bevor nach der offiziellen Eröffnung durch Oberbürgermeister Peter Jung ein abwechslungsreiches Programm beginnt.

Eintrittskarten gibt es ab 6. Dezember für drei Euro.

Beim Caritasverband "Schaufenster" Laurentiusstraße 7, Elberfeld, bei der Diakonie Wuppertal, Deweerthstraße 117, im Diakonietreff "Fambiente" Bahnstraße 9, Vohwinkel, Diakoniezentrum Barmen, Sternstraße 40, und in der City-Kirche, Zwinglistraße, Barmen.

Bäckereien und Konditoreien werden gebeten, die Restbestände des Tages zwischen 14 Uhr und 16 Uhr in der Stadthalle abzugeben. Zudem hofft Veronika Mende von der Diakonie Wuppertal auf weitere Spenden.

Spenden können ab sofort auf das Konto 918888 des Caritasverbandes Wuppertal / Solingen e.V. bei der Stadtsparkasse Wuppertal, BLZ 330 500 00, unter dem Stichwort "Heiligabendfeier" geleistet werden.

Wer weitere Informationen erhalten möchte, findet diese auf der Internetseite des Caritasverbandes unter: www.caritas-wsg.de

Gegen 23 Uhr werden alle Gäste mit einer Geschenktüte verabschiedet und vom "Fahrdienst" nach Hause gebracht. Auch für diese Fahrten werden freiwillige Helfer gesucht, die sich bei den Organisatoren melden können.

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