Zwei Tage lang feierten Musikfans bei The BossHoss und dem Feuertal-Festival.

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Subway to Sally am Samstag und The BossHoss am Freitag begeisterten das Open-Air-Publikum auf der Hardt.

Subway to Sally am Samstag und The BossHoss am Freitag begeisterten das Open-Air-Publikum auf der Hardt.

Uwe Schinkel

Subway to Sally am Samstag und The BossHoss am Freitag begeisterten das Open-Air-Publikum auf der Hardt.

Wuppertal. Fast 2000 Mittelalter-Fans pilgerten am Samstag zur Hardt, um das siebte Feuertal- Festival mit den Bands Subway To Sally, Tanzwut, Coppelius und Sava bei allerbestem Open Air-Wetter zu genießen. Sie sollten Zeugen eines abwechslungsreichen Festivals werden, das für viele Fans lange vor dem ersten Ton von der Bühne begann.

Denn wer fest zur Feuertal-Mittelalter-Familie gehört, ist schon an der Optik zu erahnen: Lässig am Gürtel befestigte 0,7-Liter-Trinkhörner sprechen für Festival-Erfahrung. Aus diesen Gefäßen schmeckt nach Kenner-Angaben nämlich der bei Feuertal-Fans beliebte Met am besten. Met, traditionelle Gewänder und andere Mittelalter-Accessoires sind Bestandteile des mittelalterlichen Marktes, der die Hardt-Besucher bereits seit Freitagnachmittag auf das Feuertal-Festival einstimmte.

"Man hat hier einfach
ein schönes Wochenende."

Frederick Range, Hornschleifer auf dem Mittelalter-Markt

Dass dieser sich schon allein der grünen Hardt-Kulisse wegen von anderen einschlägigen Veranstaltungen abhebt, bestätigt auch Frederick Range, der bereits seit drei Jahren mit seiner Hornschleiferei auf dem Markt zu Gast ist: "Es ist einfach sehr schön hier. Die Location ist fantastisch und die Leute hier sind total nett. Man hat einfach ein schönes Wochenende." So sieht es auch Carmen Weber, die aus Hattingen zum Festival gekommen ist "Die Kulisse ist genial, die Leute sind sehr interessiert und es geht ganz familiär zu."

Nach dem beschaulichen Markttreiben folgte für die Festival-Besucher auf der Waldbühne ein Wechselbad der Stilrichtungen. Zum Einstieg spielt die Gruppe Sava ruhige Folklore. Harfe, Dudelsack, Geige, Flöten und Akkordeon lassen Mittelalter- und Barockmusik ertönen. Dazu kommen Ethno-Anklänge und die elfenhafte Stimme von Sängerin Birgit Muggenthaler - eine fast magische Stimmung breitet sich auf der Hardt aus.

Subway to Sally besinnt sich
auf der Bühne auf alte Stärken

Umso härter ist der Kontrast zu Coppelius - die Gruppe liefert eine Mixtur aus Klezmer und Hardcore, die nicht nach dem Geschmack aller Zuschauer ist. Den treffen schon eher Tanzwut und ihre auf Mittelalter getrimmten Industrial-Klänge. Jetzt ist das Publikum wieder da - ein Vorgeschmack auf die Begeisterung, die im letzten Teil des Festivals den Topact Subway to Sally begleiten wird.

Auf der Hardt stehen an den kommenden Wochenenden zwei weitere Konzerte an: Am 28. August, 19 Uhr, Der Familie Popolski und am 3. September, 19 Uhr, die Höhner.

Die sieben Potsdamer betreten die Waldbühne, als sich der Abend über die Hardt senkt. Zum dritten Mal sind sie auf der Waldbühne zu Gast - und zeigen ihren bisher besten Auftritt. Die Band um Frontmann Eric Fish und Gitarrist Bodenski spielt vor allem die alten, erfolgreichen Nummern mit einer lange nicht mehr gehörten Power. Das die Feuerwerks-Show am diesem Abend nicht so gewaltig ausfiel wie gewohnt, war zu verschmerzen. Denn das wahre Feuerwerk brannten Subway To Sally auf der Bühne ab. So wurde es ein Festival-Abend, der berauschend endete - auch ohne Met.

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