Vollbild, ein Verein junger Filmemacher, dreht einen skurrilen Film in den Elba-Hallen.

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Maske und Ausstattung sind schon mal top: Der Verein Vollbild dreht seinen Film „Clown“ im verwinkelten Elba-Keller.

Maske und Ausstattung sind schon mal top: Der Verein Vollbild dreht seinen Film „Clown“ im verwinkelten Elba-Keller.

Uwe Schinkel

Maske und Ausstattung sind schon mal top: Der Verein Vollbild dreht seinen Film „Clown“ im verwinkelten Elba-Keller.

Wuppertal. Eigentlich sollte es nur ein lustiger Kurzfilm werden, dann ging dem Autor und Produzenten Christian Meyer ein Licht auf: "Wer ist eigentlich der Clown?" Mit Ko-Produzentin Katharina Kops und Regisseur Konstantin Koewius ging Meyer daran, dieser Frage filmisch nachzugehen. Die Dreharbeiten finden derzeit in Wuppertal statt, ein Teil davon im Keller der Elba-Fabrik.

Ein Budget von 5500 Euro für das Werk, das nach zwei Wochen Drehzeit auf etwa 20 Minuten geschnitten werden soll, klingt gering gegen geläufige Spielfilmkosten. Aber die jungen Filmemacher vom Verein "Vollbild e.V." müssen vieles aus eigener Tasche bezahlen, obwohl die Sparkasse Geld beisteuert und ein Bäcker das Team mit Gratis-Brötchen versorgt.

"Süßes, Chips, Schoki" steht auf einem Schild in der provisorisch hergerichteten Umkleide. "Die Schauspieler müssen sich ja zurechtfinden", erklärt Kops das Wegweiser-System. "Obwohl vieles natürlich klar ist." Nicht so klar wie Schoki ist der verwinkelte Elba-Keller, das Reich der "Clowns", wie der Arbeitstitel des Films lautet.

Paketbote Streuer (Dominik Schiefner) landet nur deshalb in dieser furchterregenden Unterwelt, weil er an seinem freien Tag gezwungen wird, eine Sendung auszuliefern, die letzte Schwebebahn verpasst und sein Paket in fremde Hände gerät. Die Frage bleibt, ob ihn die gute Fee (Anja Sieglitzer) in 20 Film-Minuten aus dem Reich der Durchgeknallten befreien kann.

Wenn der Verlierer zum Kämpfer wird, so sei das eine Philosophie wie aus dem klassischen Heldenepos, sagt Kops. Dabei steht für die Produzenten von Vollbild e.V., einem Zusammenschluss junger bergischer Filmschaffender, noch aus, ob sie Verlierer oder Sieger werden.

Kämpfer sind die jungen Cineasten, unter ihnen allein vier Maskenbildnerinnen, allemal. Eine Aufführung im Cinemaxx sei noch nicht sicher, sagt Kops, wohl aber die Premierenparty Anfang 2010 in der "Hebebühne" am Mirker Bahnhof.

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