Die IG Fahrradstadt hat das Geld für das erste Lastenfahrrad in Wuppertal zusammen. Als Standort will sie jetzt eine Box am Bahnhof Mirke bauen.

Julian Busch auf dem Lastenfahrrad vor dem Mirker Bahnhof.
Julian Busch auf dem Lastenfahrrad vor dem Mirker Bahnhof.

Julian Busch auf dem Lastenfahrrad vor dem Mirker Bahnhof.

Stefan Fries

Julian Busch auf dem Lastenfahrrad vor dem Mirker Bahnhof.

Wuppertal. Elberfeld. „Fienchen“ fährt – und zwar früher als gedacht. Bereits ab dem Frühjahr soll „Fienchen“, das Lastenfahrrad, den Wuppertalern zur Verfügung stehen. „Wir haben das Geld zusammen“, sagt Christoph Grothe, Mitglied der IG Fahrradstadt und zusammen mit Julian Busch und anderen Initiator des Projekts, stolz.

6.000 Euro in kurzer Zeit gesammelt

Knapp 6000 Euro wurden innerhalb kurzer Zeit gesammelt, unter anderem über das Online-Portal gut-fuer-wuppertal.de. „Das zeigt, wie groß auch das Interesse ist.“ Damit konnte ein Rad schon bestellt werden. „Und auch der Unterhalt für das erste Jahr ist gesichert“, erklärt Grothe.

Zunächst soll „Fienchen“ – das ist übrigens der Spitzname der Schwester eines der Initiatoren – in den regulären Fahrradausleihe in der Utopiastadt am Mirker Bahnhof integriert werden. Betreiber wird dann die Utopiastadt gGmbH sein, erklärt Geschäftsführer Christian Hampe.

Die Verleihmodalitäten müssen noch geklärt werden

Bis es soweit ist, sind aber noch ein paar Fragen zu klären, räumt Grothe ein und verweist auf die Ausleihmodalitäten. Beim Radverleih ist es derzeit so, dass Interessenten gegen Hinterlegen eines kleinen Pfands den Drahtesel in Empfang nehmen und anschließend wieder zurückbringen.

 „Das ist aber leider nicht bei allen der Fall“, weiß Grothe – und bei einem 5000 Euro teuren Lastenfahrrad wäre ein Verlust natürlich mehr als ärgerlich. „Wir arbeiten an einer Lösung“, verspricht Grothe. Eine Möglichkeit wäre zum Beispiel ein Peilsystem oder ähnliches. Und auch wenn das Rad fest an der Nordbahntrasse stehen wird – fahren soll es in der ganzen Stadt.

„Wir finden so ein Projekt natürlich sehr positiv“, sagt Klaus Lang vom ADFC in Wuppertal. „Lastenfahrräder gibt es schon in mehreren anderen Großstädten. Sie sind auffällig und bringen deshalb viel Aufmerksamkeit.“ Fast alle Einkäufe könne man mit dem Fahrrad machen. „Auch das Billy-Regal von Ikea abholen oder den Weihnachtsbaum nach Hause transportieren“, sagt Lang, der schon einmal vorausblickt: „Wir hoffen, dass es vielleicht bald sogar ein zweites Lastenfahrrad geben wird.“  

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