Warum eine Wuppertaler Familie Borussia Mönchengladbach sogar ins Trainingslager begleitet hat.

Borussia-Fans
Im Trainingslager: Profi Karim Matmour (2. v. re.) mit seinen Wuppertaler Fans Thomas Meiser, Martina Tappmeyer und Tochter Zenia (v. li.)

Im Trainingslager: Profi Karim Matmour (2. v. re.) mit seinen Wuppertaler Fans Thomas Meiser, Martina Tappmeyer und Tochter Zenia (v. li.)

D. Wiechmann

Im Trainingslager: Profi Karim Matmour (2. v. re.) mit seinen Wuppertaler Fans Thomas Meiser, Martina Tappmeyer und Tochter Zenia (v. li.)

Wuppertal. In Andalusien, an Spaniens Costa del Sol, wollten sich die Profis von Bundesliga-Schlusslicht Borussia Mönchengladbach die Grundlagen für den harten Abstiegskampf der Rückrunde holen. Obwohl die Fohlen-Elf ihre Anhänger in der vergangenen Hinserie eher hat leiden als lachen lassen, scheuten auch gut 100 Treue aus dem ganzen Bundesgebiet die Reisekosten nicht, um ihre Profis nach Spanien zu begleiten. Darunter war auch der Wuppertaler Thomas Meiser mit seiner Lebensgefährtin Martina Tappmeyer und deren Tochter Zenia.

„Ich bin seit 1984 dabei, habe immer mit meinem Vater die Borussen-Spiele geschaut“, erklärt Meiser, im Hauptberuf Banker, seine Leidenschaft. „In der Schule waren auch einige Gleichgesinnte, dann sind wir samstags immer zum Wuppertaler Bahnhof und zu den Spielen nach Gladbach gefahren.“

Im Trainingslager sind die Spieler den Fans näher als sonst

Inzwischen verpasst der 41-Jährige kein Spiel mehr, ob daheim oder auswärts, ob in Aue oder Freiburg – Meiser ist immer dabei. Mit dem Virus VfL hat er seit drei Jahren auch seine Freundin Martina infiziert. „Es hat sofort gefunkt, er hat mich immer mit nach Gladbach genommen“, sagt die 31 Jahre alte Hausfrau und ergänzt: „Im Trainingslager ist es leichter, an die Spieler ranzukommen, man kann sogar Gespräche führen.“ Ihr Lieblingsspieler ist Karim Matmour – der nimmt sich immer Zeit für einen Plausch oder auch ein Foto mit den Wuppertalern. Vielleicht liegt es auch an diesem Stück Bodenständigkeit, dass Meiser und Tappmeyer schwören: Selbst im Fall des Abstiegs halten sie ihren Fohlen die Treue. „Unser ganzes Leben richtet sich nach dem Club.“

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