Werner Schröder muss seinen Tierbestand verkleinern – und sucht Unterstützung.

hatzfeld
Werner Schröder inmitten seiner Esel. Er hat auch Schafe, Ziegen, Ponys und Hunde – von vielen muss er sich trennen.

Werner Schröder inmitten seiner Esel. Er hat auch Schafe, Ziegen, Ponys und Hunde – von vielen muss er sich trennen.

Andreas Fischer

Werner Schröder inmitten seiner Esel. Er hat auch Schafe, Ziegen, Ponys und Hunde – von vielen muss er sich trennen.

Hatzfeld. Als Kind hat Werner Schröder seinen ersten Esel bekommen – heute ist er in Hatzfeld als „Eselflüsterer“ bekannt. Auf seinen Wiesen grasen 21 Langohren, darunter vier Fohlen, die erst wenige Tage alt sind. Und weil Schröder ein so großes Herz für Tiere hat, finden sich dazwischen auch eine Ponystute samt Fohlen, eine kleine Herde Schafe und ein paar Ziegen. Am Haus gibt es außerdem Hühner, Kaninchen und Hunde – letztere haben ebenfalls Nachwuchs. Der ist noch so klein, dass man kaum erkennt, was einmal daraus wird.

Der 63-Jährige hatte einen Bandscheibenvorfall

Inmitten seiner Tiere blüht Werner Schröder auf. Viele davon waren Notfälle, bekommen ihr Gnadenbrot in Hatzfeld. Besonders an Lucy und Pedro hängt er: Die beiden Esel sind seit 15 Jahren bei ihm und haben eine Lebensstellung sicher. Für viele der anderen Tiere wünscht sich Schröder jedoch ein neues Zuhause. „Es wächst mir über den Kopf“, sagt er.

Damit meint er nicht nur die Kosten, die so viele Tiere mit sich bringen: Der 63-jährige Spediteur geht nach einem Bandscheibenvorfall an Krücken.

Mühsam bewegt er sich mit einem großen Sack voll Brot für die Schafe über die Weide. Die Tiere müssen nicht nur gefüttert, auch die Weiden und Ställe müssen sauber-, die Zäune instandgehalten werden.

Schröder hofft auf zupackende Hände und Futterspenden

Der Ponyhengst, der ihm den Nachwuchs bescherte, ist bereits verkauft. Der Eselhengst soll folgen, und mit ihm weitere Tiere. „Ich muss mich verkleinern“, sagt Schröder niedergeschlagen. Eigentlich müsse die Hälfte der Tiere weg.

Wer Kontakt zu Werner Schröder aufnehmen möchte, erreicht ihn unter 0173 / 26 033 60. 

„Die Wuppertaler haben mir schon einmal geholfen“, sagt er und spielt auf das vergangenen Frühjahr an. Damals hatten Unbekannte regelmäßig Müll auf die Weiden geworfen.

Zwei Esel waren gestorben, nachdem sie Plastik gefressen hatten. Nachdem die WZ berichtete, halfen Freiwillige, die Weiden sauberzuhalten.

„Vielleicht hilft mir Wuppertal noch einmal“, sagt Schröder. Er hofft nicht nur darauf, einige Tiere in gute Hände zu vermitteln, sondern auch auf zupackende Hände und auf die eine oder andere Futterspende. Damit ein bisschen Geld in die Kasse kommt, will er in Kürze Eselwanderungen anbieten.

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