Gunter Gabriel singt in der Alten Wupperfelder Kirche und erzählt interessante Anekdoten aus seinem Leben.

Konzert
Die „Old Country Folks“ heizten dem Publikum in der Alten Wupperfelder Kirche ein, bevor das Schlachtross der deutschen Country-Musik, Gunter Gabriel, die Bühne betrat.

Die „Old Country Folks“ heizten dem Publikum in der Alten Wupperfelder Kirche ein, bevor das Schlachtross der deutschen Country-Musik, Gunter Gabriel, die Bühne betrat.

Die „Old Country Folks“ heizten dem Publikum in der Alten Wupperfelder Kirche ein, bevor das Schlachtross der deutschen Country-Musik, Gunter Gabriel, die Bühne betrat.

Andreas Fischer, Bild 1 von 2

Die „Old Country Folks“ heizten dem Publikum in der Alten Wupperfelder Kirche ein, bevor das Schlachtross der deutschen Country-Musik, Gunter Gabriel, die Bühne betrat.

Wupperfeld. Caspelherr ist kein Name, mit dem sich eine Bühnenkarriere starten lässt. Gabriel funktioniert da schon besser und fügt sich auch in das Image eines Mannes mit Gitarre und Brummbass. Denn Gunter Gabriel, am Dienstag zu Gast in der Alten Wupperfelder Kirche, hat sich den Künstlernamen von seiner ersten Ehefrau Gabriele geborgt und kehrt auf der Bühne gerne hervor, dass es in seinem Leben weit mehr als diese eine Frau gegeben hat.

Vor den Auftritt des Stars im Rahmen der fünften Wupperfelder Festwoche hatte der Veranstalter die „Old Country Folks“ gesetzt. Die Band kassierte immer dann Applaus, wenn der Song den Nerv des Publikums traf.

Saubere Kosten zwischen Country und Folk

Das war allemal der Fall bei Gassenhauern wie „Jambalaya“ oder dem „Fox on the Run“, bei dem sich die Formation a cappella bewährte. Der Rest war saubere Kost zwischen Country und Folk, die sich vom Truck bis zur Railroad alle brennenden Themen des Genres zur Brust nahm.

Gunter Gabriel dagegen, der derzeit seine Jubiläumstour zum 70. Geburtstag durchzieht, verfolgte entschiedener den Kurs des Haudegens, der schon alle Höhen und Tiefen gelebt hat und nicht mehr neidisch auf die Abenteuer anderer blicken muss. In seinem Repertoire sind sämtliche Geständnisse eines Lebemanns, darunter gelegentlich auch das Bekenntnis, seiner Frau „schon mal was auf die Fresse gehauen“ zu haben. Kein Wunder also, dass Gabriel auch nicht vor dem heiligen Ort stramm stand. „Findet ihr das eigentlich gut hier in der Kirche?“

Wer sich seinen Teil dazu denken will, muss auch anerkennen, dass Gabriel auf Einladung der Evangelischen Kirchengemeinde Gemarke-Wupperfeld ohne Gage zugunsten der Kinderbetreuung in der Offenen Tür Hügelstraße auftrat. Er selbst habe vier Kinder gekriegt, die er gar nicht haben wollte. Das habe daran gelegen, „dass die Frauen einfach nicht schlafen wollen“, sagte er und sang „Komm unter meine Decke“.

Hey Boss – dein Geld ist längst verjubelt

Einen Hit, bei dem die Kassen klingeln, brauche jeder. Bei Gabriel war es „Hey Boss, ich brauch‘ mehr Geld“. Die Knete habe er längst verjubelt, was sich inzwischen jeder denken konnte, der die Zwischenansagen nicht verschlafen hatte. Dann zog Gabriel den „Ring of Fire“ aus dem Köcher, nur um mal eben zu demonstrieren, dass seine Freundschaft mit Johnny Cash nicht umsonst war.

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