Wuppertaler Software-Firma hat eine Döppersberg-App für Smartphones entwickelt.

Hendrik Stötter und sein Team der Firma Itrium Datentechnik haben die App entwickelt.
Hendrik Stötter und sein Team der Firma Itrium Datentechnik haben die App entwickelt.

Hendrik Stötter und sein Team der Firma Itrium Datentechnik haben die App entwickelt.

Erik Schweitzer

Hendrik Stötter und sein Team der Firma Itrium Datentechnik haben die App entwickelt.

Wuppertal. Ein kurzer Klick aufs Handy, und schon wird ein Bild des Döppersbergs sichtbar. Live und aktualisiert im Sekundentakt zeigt es, wie die Arbeiten an Wuppertals größtem Bauprojekt voranschreiten. Bagger fahren über den Bildschirm des Handys, große Lkw holen Tonnen Gestein ab. Aber auch den Verkehr und eventuelle Staus kann der Nutzer sehen – und sich entscheiden, für seine Fahrt zum Büro vielleicht doch lieber die Innenstadt zu meiden. Hinter diesem Live-Bild steckt ein kleines Programm fürs Handy, eine sogenannte App.

Die kostenlose App hat die Firma auf eigene Kosten entwickelt

Über sie lassen sich insgesamt vier unterschiedliche Kameras mit Blick auf Bahnhof und Baustelle anwählen. Entwickelt hat die App ein Wuppertaler Unternehmen – die Firma Itrium. Sie hat ihren Sitz seit 2001 im Technologiezentrum und entwickelt Programme für Mittelstandsfirmen. „Grundlage unseres Geschäftes sind Firmen, die eine Software brauchen, die sie so nicht kaufen können“, sagt Geschäftsführer Hendrik Stötter. „Sie wollen damit zum Beispiel Arbeitsprozesse vereinfachen, und wir schneidern ihnen die dazugehörigen Programme auf den Leib.“

Seit etwa anderthalb Jahren werden bei Itrium auch Apps entwickelt. „Wenn wir das als Auftragsarbeit machen, dann zum Beispiel, um ein Logistikprogramm zu entwickeln, bei dem der Bestand eines großen Lagers über das Handy verwaltet und aktualisiert werden kann“, sagt Stötter, der in seiner Firma drei Programmierer beschäftigt. Die Döppersberg-App, die kostenlos im Internet heruntergeladen werden kann, war keine Auftragsarbeit – sie haben die Entwickler auf eigene Kosten gebastelt.

360-Grad-Baustellen-Panorama auf dem Handy

„Zum einen, weil mich persönlich das Thema Döppersberg sehr interessiert – zum anderen natürlich aber auch, weil wir damit zeigen wollen, welche Leistungen unsere Firma anbietet und welche Möglichkeiten in so einer App stecken“, sagt Stötter. Denn die App kann noch mehr, als die vier Live-Bilder anzuzeigen. So findet sich dort etwa ein 360-Grad-Panoramablick über den Döppersberg, dessen Bildausschnitt sich verändert – je nachdem, wie der Benutzer sein Handy hält.

„Um die App zu programmieren, haben wir etwa eine Woche gebraucht. Aber sie wird ständig weiterentwickelt, so dass wir eigentlich nie ganz fertig sind.“ Bleibt noch die Frage, wann der Döppersberg endlich fertig wird. Auch darauf gibt die App eine Antwort: Ein Countdown zählt Tage, Stunden, Minuten und Sekunden bis zur Fertigstellung herunter. Noch wird er ein paar Jahre laufen.

www.itrium.de

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