Im Jahr 2011 feierten die Künstler um Steffen Schneider an 157 Standorten. Diesmal sind es 167.

Kunst in den Elba-Hallen – eine Momentaufnahme aus dem Jahr 2009. Die Woga meldet von Jahr zu Jahr neue Teilnehmerrekorde.
Kunst in den Elba-Hallen – eine Momentaufnahme aus dem Jahr 2009. Die Woga meldet von Jahr zu Jahr neue Teilnehmerrekorde.

Kunst in den Elba-Hallen – eine Momentaufnahme aus dem Jahr 2009. Die Woga meldet von Jahr zu Jahr neue Teilnehmerrekorde.

Uwe Schinkel

Kunst in den Elba-Hallen – eine Momentaufnahme aus dem Jahr 2009. Die Woga meldet von Jahr zu Jahr neue Teilnehmerrekorde.

Wuppertal. Wuppertals Künstler beweisen immer wieder aufs Neue, dass sie einen langen Atem haben: Ihr Kunst-Marathon feiert Jubiläum. Am kommenden Wochenende geht die Woga (Wuppertaler offene Galerien und Ateliers) in die zehnte Runde. Gefeiert wird traditionsgemäß an zwei Wochenenden – zunächst im Osten, danach im Westen.

Herr Schneider, die Woga ist ja inzwischen ein Selbstläufer geworden. Wie erklären Sie sich den Erfolg?

Steffen Schneider: Die Intention der Woga ist, Wuppertal als Künstlerstadt bewusst zu machen. Hier haben immer schon viele Künstler gewohnt und/oder gearbeitet. Durch die Kontinuität über die vergangenen Jahren hat sich die Woga etabliert und jährlich für mehr Künstler und Besucher interessant gemacht.

„Die Woga will Menschen zur Kommunikation über Kunst anregen.“

Was erwartet die Gäste diesmal? Gibt es Neuerungen – oder setzen Sie ganz auf das bewährte Rezept?

Schneider: Die Woga bildet die freie Szene Wuppertals ab. Dieses Rezept ist seit der ersten Woga nicht geändert worden. Für Neuerungen sorgen die Künstler. Man kann Künstler über Jahre in ihrem Schaffensprozess begleiten und dadurch Neues von einzelnen Künstler sehen. Aber man kann auch neue Künstler entdecken: Es nehmen in diesem Jahr 50 Künstler teil, die bislang nicht teilgenommen haben.

In diesem Jahr gibt es 167 Standorte: 54 im Osten der Stadt (20. und 21. Oktober) und 113 im Wuppertaler Westen (27. und 28. Oktober). „Die Teilnehmer selbst sind nicht zu zählen. Es sind weit mehr als 167, da einige Kunstorte Ateliergemeinschaften sind oder Gastkünstler aufgenommen haben“, erklärt Organisator Steffen Schneider (Galerie Epikur). Geöffnet ist jeweils samstags von 14 bis 20 Uhr und sonntags von 12 bis 18 Uhr.

Wer nimmt die Einladung zum Kunst-Marathon am häufigsten an? Kunstkenner oder Neulinge?

Schneider: Das Publikum ist breit gestreut – vom Kunstsammler zum Neuling, der aufgrund der Unverbindlichkeit auf einer solchen Veranstaltung erstmals den Kunstmarkt betritt. Vom Künstler, der Kollegen besucht, bis zu Jugendlichen, die überlegen Kunst zu studieren. Vom Kunstkenner bis zum Stadttouristen, der Freude an den geöffneten Hinterhöfen hat.

Haben Sie einen Geheimtipp? Welche Orte, Galerien oder Künstler sollte man auf keinen Fall verpassen?

Schneider: Mein Geheimtipp ist die Homepage (www.wogawuppertal.de). Dort werden die Teilnehmer ausführlich vorgestellt. Man sieht pro Künstler bis zu drei Fotos seiner Werke, es gibt eine Selbstdarstellung der Künstler und Verlinkungen zu ihren Intenert-Auftritten. Da kann sich jeder seinen individuellen Kunstrundgang zusammenstellen.

Wie sieht die Woga 2020 aus?

Schneider: Die Woga will Menschen zur Kommunikation über Kunst anregen. Dieses Ziel war aber im Jahr 2003 schon mit „nur“ 39 Teilnehmern erreicht. Natürlich ist es schön, mit der Woga 2012 mehr Menschen zu erreichen als mit der Woga 2003. Daraus ergibt sich für mich aber keine Zielsetzung für die Zukunft. Masse ersetzt hier nicht Klasse.

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