Der Wuppertaler Jan Petersen hat einen Schweizer Verlag überzeugt, für das Tal und seine Umgebung drei Streckenkarten herauszugeben. Sie sind für Sportler und Hobbyfahrer geeignet.

Jan Petersen ist seit 16 Jahren mit dem Mountainbike im Bergischen unterwegs und auch alle Strecken für die Karten abgefahren.
Jan Petersen ist seit 16 Jahren mit dem Mountainbike im Bergischen unterwegs und auch alle Strecken für die Karten abgefahren.

Jan Petersen ist seit 16 Jahren mit dem Mountainbike im Bergischen unterwegs und auch alle Strecken für die Karten abgefahren.

Andreas Fischer

Jan Petersen ist seit 16 Jahren mit dem Mountainbike im Bergischen unterwegs und auch alle Strecken für die Karten abgefahren.

Wuppertal. Geplant war eine Karte – am Ende wurden es drei. „Es gibt einfach so viele schöne Strecken für Mountainbiker hier in der Region, da reichte eine nicht“, erklärt Jan Petersen. Der Wuppertaler, der als Sport- und Politiklehrer an der Peter-Ustinov-Gesamtschule in Monheim arbeitet, ist selbst begeisterter Mountainbiker. „Ich fahre schon seit 16 Jahren“, erzählt der 31-Jährige, der nebenbei für den Schweizer Verlag arbeitet, der „Supertrail-Maps“ für Mountainbiker veröffentlicht.

Kerngebiet sind dafür eigentlich die Alpen. Doch als Petersen vorschlug, Karten auch für das Bergische Land zu entwickeln, kam die Idee bestens an. „Mountainbiken boomt hier einfach“, ist Petersen überzeugt. Das zeige auch die Resonanz auf die Karten. „Und vom Alter her sind die Fahrer bunt gemischt.“

Nicht nur Sportler seien angesprochen. Da die Strecken nach Schwierigkeitsgraden bewertet werden, dürften auch Anfänger und Hobbyfahrer ihre Freude haben. „Für Wanderer eignen sie sich auch“, sagt Petersen. Unterschieden wird zwischen Downhill- und Uphill-Strecken. Vorgestellt werden aber nur Single Trails, also Einzelstrecken. Rundkurse gebe es in dieser Region nicht.

Das Format sei so gewählt, dass Radler unterwegs keine Probleme haben, die Karte aufzuklappen. Das Material sei zudem reiß- und wasserfest, sagt Petersen. Wer auf den Strecken unterwegs sei, solle seine Augen auch auf die Landschaft richten. Wo es besonders schön ist, verraten „Daumen hoch“-Symbole auf der Karte.

Bisher gibt es nur wenige ausgewiesene Strecken im Tal

Positiv sieht auch Henrike Mölleken, Abteilungsleiterin bei der Unteren Landschaftsbehörde, das Engagement. „Wuppertal ist immer besser mit dem Fahrrad zu befahren“, freut sie sich. Ausgewiesene Strecken für Mountainbiker gebe es – anders als zum Beispiel bei Reitern – bislang kaum. Grundsätzlich dürften sie auch abseits der normalen Wege unterwegs sein. „Verboten ist es aber in Naturschutz- und Landschaftsschutzgebieten.“

Beschwerden über Biker in den Wäldern gebe es praktisch nicht. Zur Sicherheit ist in den Karten aber auch noch mal ein Verhaltenskodex für Mountainbiker angegeben. „Und sollte sich herausstellen, dass bei einer in der Karte vorgestellten Strecke doch Kritik aufkommt, haben wir die Vereinbarung getroffen, dass sie in der kommenden Auflage entweder mit einem Hinweis versehen oder herausgenommen wird“, erklärt Mölleken nach einem Treffen mit Petersen.

Der 31-Jährige ist übrigens alle Strecken selbst abgefahren. „Falls ich aber doch noch einen Trail vergessen haben sollte, freue ich mich natürlich über Hinweise.“

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