„Django Unchained“, „Lincoln“ sowie „Hangover 3“ und „Hitchcock“ sind nur einige der Filme, die im neuen Jahr anlaufen.

Kino
Gehen zuversichtlich ins neue Kino-Jahr: Wuppertals Kino-Chefs Detlef Bell...

Gehen zuversichtlich ins neue Kino-Jahr: Wuppertals Kino-Chefs Detlef Bell...

...und Mustafa El Mesaoudi ( hier mit Wim Wenders am Cinema)

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Gehen zuversichtlich ins neue Kino-Jahr: Wuppertals Kino-Chefs Detlef Bell...

Wuppertal. Das neue Jahr ist gerade wenige Tage alt, doch das Kinoprogramm für 2013 steht größtenteils bereits fest. Neben jeder Menge Fortsetzungen gibt es dieses Jahr auch wieder zahlreiche Blockbuster sowie künstlerisch ambitionierte Filme. Die Verantwortlichen des Cinemaxx und des Cinema Wuppertal schauen mit Vorfreude auf das neue Kinojahr.

Für Cinemaxx-Chef Detlef Bell ging das vergangene Jahr mit insgesamt 620.000 Zuschauern ziemlich erfolgreich zu Ende. Auch das neue Jahr startet nach seinem Geschmack wieder mit guten Filmen.

Ein Geheimtipp ist der Film „Epic - Verborgenes Königreich“

Neben Steven Spielbergs „Lincoln“ im Januar und der Musical-Verfilmung „Les Miserables“ im Februar freut er sich vor allem auf „Django Unchained“ von Kult-Regisseur Quentin Tarantino, der am 17. Januar anläuft. „In den USA ist er hervorragend angelaufen – und ein Film von Tarantino findet auch bei uns immer sein Publikum“, sagt Bell.

In dem mit großer Spannung erwarteten Western spielen unter anderem Leonardo Di Caprio, Christoph Waltz und Jamie Foxx mit. Gespannt ist Bell auch auf die Fortsetzungen erfolgreicher Filmreihen, wie „Stirb langsam 5, Iron Man 3 und Hangover 3: „Ob diese ganzen Sequels wieder die Zuschauer anlocken, bin ich gespannt. Der zweite Teil von Hangover kam beim Publikum nicht so gut an.“

Sein Geheimtipp für das neue Kinojahr: „Epic – Verborgenes Königreich“, ein Animationsfilm aus der Schmiede der „Ice Age“-Macher. „Den konnte ich zwar noch nicht sehen, doch alles, was ich bisher gehört habe, ist sehr positiv. Der Film wurde sehr aufwendig produziert“, sagt Bell. Ob so ein teurer Film auch Erfolg an der Kinokasse hat, müsse sich immer wieder erst zeigen.

Nach den Renovierungsarbeiten des vergangenen Jahres werden noch im Frühjahr alle analogen Projektoren durch digitale ersetzt. Bisher waren nur vier von neun digital. Die Kosten betragen rund 600.000 Euro. Die Eintrittspreise sollen jedoch nicht erhöht werden.

Beim Programmkino in Oberbarmen überlegt man, wegen gestiegener Energiekosten die Ticketpreise „moderat“ zu erhöhen, wie Geschäftsführer Mustafa El Mesaoudi erklärt.

Mustafa El Mesaoudi, Geschäftsführer des Cinema an der Berliner Straße, blickt vor allem gespannt auf die neuen Werke der Altmeister Woody Allen und Pedro Almodóvar, die Mitte des Jahres erscheinen: „Diese Filme sind für Arthouse Kinos wie uns natürlich besonders wichtig“, sagt El Mesaoudi. „Auch auf ’Hitchcock’ mit Anthony Hopkins und Helen Mirren, der im März anläuft, freue ich mich schon.“

Alfred Hitchcock ist bald selbst ein Kino-Star

In dieser Biographie spielt Hopkins den legendären Regisseur während der Dreharbeiten zum Klassiker „Psycho“. Aus diesem Anlass ist eine Retrospektive im Cinema geplant, die an Hitchcock erinnert.

Ein weiteres Highlight des Jahres könne seiner Ansicht nach die Literaturverfilmung „Nachtzug nach Lissabon“ mit Jeremy Irons in der Hauptrolle werden. Noch nicht ganz sicher ist sich El Mesaoudi, ob die Musicalverfilmung „Les Miserables“ auch bei ihm laufen wird. „Das ist fast schon zu kommerziell, da überlege ich noch“, sagt er. Nicht ins Programm aufnehmen wird er dafür die Verfilmung des Romans „Schoßgebete“. Dies sei „auszuschließen“.

Ein Geheimtipp à la „Ziemlich beste Freunde“, der bundesweit die acht Millionen-Zuschauergrenze geknackt hat, fällt dem Cinema-Chef nicht ein. „So etwas kann man nicht vorausahnen. Daher halte ich mich mit solchen Vorhersagen zurück“.

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