Die Stadt schließt eine Rahmenvereinbarung mit der Culinaria über die Bewirtung ab. Partner sehen Chance für den Tourismus: Engels und gutes Essen könnten auch Chinesen nach Wuppertal locken.

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Im Salon des Engels-Hauses unterzeichneten gestern Carsten vom Bauer, Geschäftsführer der Culinaria, und Museumsleiter Eberhard Illner (r.) die Rahmenvereinbarung. Augenzeugen waren, stehend, v. l.: Peter Schäfer, Maria Schernig im historischen Kostüm, Dezernent Matthias Nocke, Vivien Köhn, Janine Horn und Initiator Wolfgang vom Hagen, Geschäftsführer der vom Hagen Management Consulting GmbH.

Im Salon des Engels-Hauses unterzeichneten gestern Carsten vom Bauer, Geschäftsführer der Culinaria, und Museumsleiter Eberhard Illner (r.) die Rahmenvereinbarung. Augenzeugen waren, stehend, v. l.: Peter Schäfer, Maria Schernig im historischen Kostüm, Dezernent Matthias Nocke, Vivien Köhn, Janine Horn und Initiator Wolfgang vom Hagen, Geschäftsführer der vom Hagen Management Consulting GmbH.

Uwe Schinkel

Im Salon des Engels-Hauses unterzeichneten gestern Carsten vom Bauer, Geschäftsführer der Culinaria, und Museumsleiter Eberhard Illner (r.) die Rahmenvereinbarung. Augenzeugen waren, stehend, v. l.: Peter Schäfer, Maria Schernig im historischen Kostüm, Dezernent Matthias Nocke, Vivien Köhn, Janine Horn und Initiator Wolfgang vom Hagen, Geschäftsführer der vom Hagen Management Consulting GmbH.

Wuppertal. Wolfgang vom Hagen (74) hat in seiner beruflichen Laufbahn immer wieder ein gutes Näschen für gastronomische Konzepte bewiesen. Mit seiner Idee, den Aufgabenbereich der Culinaria, die sich seit 15 Jahren für die Bewirtung der Stadthalle verantwortlich zeichnet, auf das Engels-Haus und die Remise des Museums für Frühindustrialisierung auszuweiten, stieß er bei der Stadt Wuppertal auf offene Ohren. Und vielleicht lockt der gebürtige Wuppertaler durch seinen Vorstoß sogar verstärkt chinesische Touristen in die Geburtsstadt von Friedrich Engels.

Internetauftritt schon bald in chinesischer Sprache

Diese Hoffnung hegt auch Eberhard Illner, Leiter des Engels-Hauses und des Museums für Frühindustrialisierung. Zum 190. Geburtstag von Friedrich Engels am 28. November erwartet Illner zum Beispiel eine Besuchergruppe der chinesischen Botschaft, die von der Culinaria verköstigt werden soll. "Wenn man sich zwei Stunden im Engels-Haus und im Museum aufhält, dann will man das Erlebnis kulinarisch abschließen", sagt Wolfgang vom Hagen, der im Januar während eines Brunchs im Keller des Engelshauses über das brachliegende Potenzial des Historischen Zentrums ins Grübeln kam. Ein schlummerndes Potenzial, das Dezernent Matthias Nocke ebenfalls gerne wecken will. Nocke wies darauf hin, dass mit Unterstützung des Landschaftsverbandes Rheinland an einem Internetauftritt des Engels-Hauses in chinesischer Sprache gearbeitet wird.

Auch die Wuppertaler sollen das Engels-Haus für sich entdecken

Während die Culinaria ihren Gästen nun neben den Sälen der Stadthalle auch kleinere Lokalitäten mit einem ganz speziellen Ambiente anbieten kann, hofft Eberhard Illner auf zusätzliche Besucher wegen des erweiterten Angebots. Die müssen nicht zwangsläufig aus China kommen. Auch die Wuppertaler sollen das Engels-Haus wieder als besonderen Ort für sich entdecken. So zum Beispiel bei Trauungen oder festlichen Abendessen im Salon, im Keller des Engels-Hauses oder in der Remise.

Illner kündigte zudem eine Überarbeitung der Engels-Ausstellung an. "Ich denke, dass wir einen guten Weg einschlagen", sagte der Museumsleiter. Gestern wurde zwischen Stadt und Culinaria eine Rahmenvereinbarung unterzeichnet. Das Pilotprojekt hat zunächst eine Laufzeit von einem Jahr.

Für gastronomische Zwecke sollen in Zusammenhang mit Besuchen des Historischen Zentrums, Seminaren, Trauungen oder anderen Feierlichkeiten der Salon des Engelshauses (Platz für etwa 25 Personen), der Keller des Engels-Hauses (30 verfügbare Plätze) oder die Remise (100 Plätze) genutzt werden.

Die vorherige Anmeldung und Absprache der Termine mit der Culinaria ist zwingend erforderlich.

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